Türkei: 23 Jahre für Mörder von Hrant Dink

Der Mörder des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink wurde durch ein Gericht zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt.

Ogün Samast wurde durch das Gericht für schuldig befunden, Hrant Dink am 19. Januar 2007 ermordet zu haben. Samast hatte den Journalisten vor dem Gebäude der türkisch-armenischen Wochenzeitung „Agos“ erschossen. Für die eigentliche Tat bekam der damals noch Minderjährige nun 21 Jahre und sechs Monate. Weitere 16 Monate kamen wegen unerlaubten Waffenbesitzes hinzu. Samast wird der rechtsradikalen Szene zugerechnet.

Die Ermordung Hrant Dinks hatte international für Bestürzung gesorgt. Noch heute wirft die Familie des Journalisten den türkischen Behörden vor, sachdienlichen Hinweisen auf eine Verbindung von Sicherheitskräften zum Mordfall nicht nachgegangen zu sein. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg wirft der Türkei außerdem vor, Dink, trotz bekannter Mordpläne aus der rechtsextremen Szene, nicht geschützt zu haben.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.