Vater des Attentäters: “Er hätte sich selbst umbringen sollen”

Der Vater des Norwegen-Attentäters Anders Behring Breivik hat gegenüber einer schwedischen Zeitschrift geäußert, er sei beschämt und angewidert über die Taten seines Sohnes. Bizarr: Er wünscht sich, sein Sohn hätte Selbstmord begangen.

Jens David Breivik, ein früherer Diplomat im Ruhestand, der inzwischen in Südfrankfreich lebt, hat wie alle anderen aus den Medien vom Amoklauf seines Sohnes erfahren: “Ich konnte meinen Augen nicht trauen. Es war lähmend und ich konnte es nicht richtig verstehen.” Nach der Scheidung der Eltern 1980 lebte der Vater in London, Anders Behring Breivik und seine Mutter in Oslo.

Etwa seit 1995, als sein Sohn 16 war,  hätten sie beide fast gar keinen Kontakt mehr gehabt, so der Vater in einem Interview mit der schwedischen Zeitschrift “Expressen”, abgesehen von einem belanglosen Telefonanruf vor zehn Jahren.

Jens David Breivik distanziert sich von seinem Sohn

“Ich fühle mich nicht wie sein Vater”, so Jens David Breivik weiter. “Wie konnte er nur so dastehen und so viele unschuldige Menschen töten und dabei scheinbar noch denken, das was er da tut sei OK? Er hätte sich selbst auch umbringen sollen. Das hätte er tun sollen. Ich werde mit dieser Schande den Rest meines Lebens leben müssen. Die Menschen werden mich immer mit ihm in Verbindung bringen.”

Auf die Frage hin, was er seinem Sohn sagen würde, wenn er die Gelegenheit bekäme, sagte der Vater, er wisse es nicht und er bezweifle, dass Anders ihm zuhören würde: “Er muss in einer anderen Welt leben; Ich denke nicht, dass er verstehen würde.” Sein Sohn solle über die Sorge und das Leid nachdenken, die er verursacht habe: “Er hat so viele Leben zerstört. Er muss über die Konsequenzen nachdenken.”

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