Radiosender: Attentäter bitte nicht christlich nennen!

Im Zuge der Berichterstattung rund um die Terror-Attentate in Norwegen hat sich der Vize-Chefredakteur des ORF Niederösterreich, Robert Ziegler, in einer Rundmail an seine Kolleginnen und Kollegen gewandt. Darin bittet er im Zusammenhang mit Anders Behring Breivik nicht mehr von einem "christlichen Fundamentalisten" zu sprechen.

Robert Ziegler argumentiert, dass nicht nur für ihn das Wort „christlich“ in Zusammenhang mit einem Massenmord einen deutlichen Widerspruch darstelle. Er fordert die Journalisten zur Reflektion und einer besonders sensiblen Vorgehensweise auf.

Anders Behring Breivik ist besonders unchristlich vorgegangen

Die Kolleginnen und Kollegen sollten bei der Beschreibung des mutmaßlichen Attentäters, der offensichtlich besonders unchristlich vorgegangen war, auf Formulierungen wie „religiöser Fanatiker“ oder „Rechtsextremist“ zurückgreifen.

Ziegler ist nicht der einzige, der Kritik an der aktuellen Berichterstattung äußert. Neben ihm hat sich auch Stefan Niggemeier, wenn auch zu einem anderen Thema, zu Wort gemeldet. Der Blogger und Kolumnist kritisiert den „ZDF-Terrorismusexperten“ Elmar Theveßen. Dieser beharrte zu lange auf einem islamistischen Hintergrund des Anschlags bzw. zu stark in diese Richtung spekuliert zu haben.

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