Vor dem Ramadan: Gründlicher Medizin-Check für Jugendliche

Am 1. August beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Vier Wochen lang verzichten die Gläubigen in dieser Zeit tagsüber auf Nahrung und Getränke. Bevor Jugendliche das erste Mal teilnehmen, sollten sie jedoch einen Arzt konsultieren.

Nur wer rundum fit ist, kann die durch den dauerhaften Verzicht entstehende körperliche Belastung durchhalten. Doch selbst wer auf den ersten Blick völlig gesund wirkt, birgt manchmal ein potentielles Risiko in sich. Vorerkrankungen wie Blutarmut, Bluthochdruck, Glukose-Intoleranz, Wachstumsverzögerung, ungewöhnliche Gewichtszunahme oder -verlust müssen vor Beginn der Fastenzeit unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden.

Doch auch während des Ramadans ist für Kinder erhöhte Vorsicht geboten. Wenn nach Sonnenuntergang die Familie zum Fastenbrechen zusammenkommt, muss für sie eine besonders ausgewogene Mahlzeit bereit stehen, damit der Körper mit den täglich nötigen Nährstoffen versorgt werden kann. Industrieprodukte, Frittiertes, süße Getränke oder besonders fettes Essen ist hier nicht ratsam. Daneben müssen Kinder vor und nach dem Fastenbeginn ausreichend trinken, um einer Dehydrierung vorzubeugen und während des Tages ausreichend ruhen.

Der Ramadan ist mehr als ein Verzicht auf Lebensmittel

Neben der körperlichen Anstrengung müssen die Eltern auch die psychische Verfassung der Kinder im Blick haben. Diese sollten reif für die als spirituelle Reise empfundene Erfahrung sein, die mehr ist als ein reiner Verzicht auf Lebens- und Genussmittel.

Grundsätzlich sollten Kinder vor dem neunten oder zehnten Lebensjahr gar nicht fasten. Vorher können sie sich jedoch, wenn gewünscht, in kleinen Schritten den Erwachsenen in ihrer Umgebung anschließen, um das Fasten einzuüben.

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