Handynutzung: Kein erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

Noch immer sind die Zusammenhänge zwischen Handynutzung und Gehirntumoren nicht abschließend untersucht. Erstmals haben sich Wissenschaftler nun explizit mit den Auswirkungen auf Kinder beschäftigt. Das Fazit: Auch bei ihnen gibt es kein signifikant erhöhtes Krebsrisiko.

Es klingelt und schellt überall – schon die Kleinsten besitzen heutzutage ein Handy. Wie selbstverständlich gehören sie zu ihrem Alltag dazu. Doch welche gesundheitlichen Schäden kann deren Gebrauch, ganz gleich ob intensiv oder eher selten, nach sich ziehen?

Erstmals haben Forscher des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts genau diese Frage bei Kindern und Jugendlichen untersucht. Sie haben festgestellt, dass für die Kleinen auch fünf Jahre nach dem ersten Gebrauch das Risiko an Krebs zu erkranken nicht signifikant höher liegt. Daneben sind Vieltelefonierer nicht häufiger betroffen als diejenigen, die nur gelegentlich zum Hörer greifen.

Fast 1000 Kinder zu ihrer Handynutzung befragt

Unter der Leitung des Epidemiologen Martin Röösli untersuchte ein Forscherteam aus Dänemark, Norwegen und Schweden 352 Kinder und Jugendliche. Bei ihnen allen wurde zwischen 2004 und 2008 ein Gehirntumor festgestellt. Die Wissenschaftler verglichen während ihrer Untersuchung den Handygebrauch der Patienten vor der Diagnose mit den Gewohnheiten von 646 zufällig ausgewählten Kontrollpersonen. Die das gleiche Alter und Geschlecht hatten und zudem in der gleichen Gegend wohnten.

Das Resultat: Von den Tumor-Patienten gaben 75 Prozent an, vor der Diagnose mehr als 20-mal mit dem Handy telefoniert zu haben. Bei den Kontrollpersonen gab es einen ähnlichen Wert. Hier waren es 72 Prozent. 55 Prozent der Patienten und 51 Prozent der Kontrollen waren regelmäßige Mobilfunknutzer. Auch die Art der Tumore deute, so Röösli, darauf hin, dass kein Zusammenhang zur Handynutzung bestehe. Die Tumore seien nicht häufiger in den Hirnregionen aufgetreten, die während eines Telefonats am stärksten bestrahlt werde.

Die Entwicklungen werden weiter beobachtet.

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