Breivik plante weitere Anschläge

Anders Breivik hatte konkrete Pläne für weitere Anschläge, teilte sein Verteidiger Geir Lippestad mit.

Breiviks Verteidiger sagte der Zeitung „Aftenposten“ über Anders Breivik: „Er
hatte an diesem Freitag [Freitag vor einer Woche, an dem er seine Anschläge auf das Regierungsviertel von Oslo und auf die Ferieninsel Utoya verübte, Anm.d.Red.] noch mehrere Pläne in unterschiedlicher Größenordnung“ vor und erklärte: „Es sind an dem Tag Dinge geschehen, auf die ich nicht eingehen kann. Sie hatten zur Folge, dass alles etwas anders verlief, als er es sich vorgestellt hatte.“ Lippestad selbst hält seinen Mandanten für geisteskrank.

Unter erhöhten Sicherheitsbedingungen wurde Anders Breivik am Freitag aus der Anstalt Ila zu einem weiteren Verhör nach Oslo gebracht. Mit der Anklageschrift gegen den rechtsradikalen Norweger sei jedoch nicht vor Ende des Jahres zu rechnen. Unterdessen wurde ebenfalls am Freitag in dem Ort Nevodden im Süden Oslos das erste Opfer der Anschläge beigesetzt. Außenminister Jonas Gahr Støre hielt die Trauerrede für die 18-jährige Bano Rashid.

Vergangenen Freitag ließ Breivik um 15:26 Uhr im Regierungsviertel eine Autobombe detonieren und riss acht Menschen in den Tod. Zwei Stunden später richtete er auf der 40km entfernten Insel Utøya unter den Teilnehmern eines sozialdemokratischen Jugendlagers ein Massaker an: 68 Menschen, darunter zahlreiche Jugendliche, starben.

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