Pilot in Panik verursachte Flugzeugabsturz der Air France

Der Pilot hätte den Absturz der Air France-Maschine vor zwei Jahren verhindern können. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Untersuchungsergebnis der französischen Flugermittlungsbehörde BEA. Der Pilot handelte im entscheidenden Augenblick genau falsch.

Mängel in der Ausbildung hätten dazu geführt, dass der zuständige Pilot sich nicht richtig verhielt, heißt es im dritten Zwischenbericht der Flugermittlungsbehörde. Das Flugzeug war am 1. Juni 2009 auf der Strecke Rio de Janeiro -Paris abgestürzt. Alle 228 Passagiere kamen damals ums Leben, darunter 28 Deutsche. Der 30-jährige Kopilot, der zum Zeitpunkt der Vereisung der Außensonden das Flugzeug übernahm, sei „nicht genug trainiert“ gewesen für dieses Problem und habe somit falsch reagiert.

Nachdem die Außensonden aufgrund der Vereisung ausgefallen waren und der Kopilot anstelle des nun automatisch ausgeschalteten Autopilots die Handsteuerung des Airbus A330 übernahm, reagierte er dem Bericht zufolge völlig falsch: In Panik zog er die Maschine in eine gefährliche Absturzhöhe bis auf 37.500 Fuß und ignorierte sogar den Alarm, der ihm die zu hohe Flughöhe signalisierte. Das Flugzeug kippte darauf in den Sturzflug und stürzte  in den Atlantik.

Auch der Chefpilot, der sich zur Zeit des Ausfalls der Außensonden zu einer Ruhepause zurückgezogen hatte und später noch versuchte einzugreifen, reagierte nicht angemessen auf den drohenden Absturz. Er sei selbst zu beschäftigt mit diversen Alarmsignalen gewesen, heißt es. Erst im April dieses Jahres waren die Flugschreiber der Maschine im Atlantik gefunden worden.

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