Emenike verlässt die Süper Lig: „Ich will nicht um mein Leben fürchten“

Der nigerianische Stürmer Emmanuel Emenike, der erst im Mai einen Vierjahresvertrag bei Fenerbahçe Istanbul unterschrieben hat, ist Ende Juli überraschend zu Spartak Moskau gewechselt. Als Grund gab der Sportler nun an, dass er in der Türkei Angst um sein Leben gehabt habe.

Nicht nur die Fans, auch die Medien waren sichtlich irritiert, als Emmanuel Emenike nur zwei Monate nach dem Wechsel von Karabükspor zum Meister Fenerbahçe schon wieder seinen Fortgang verkündete. Am vergangenen Donnerstag hatte ihn Spartak Moskau für zehn Millionen Euro verpflichtet. Am Team und am Trainer hat es offenbar nicht gelegen.

Emenike saß unschuldig im türkischen Gefängnis

Im türkischen Fernsehen erklärte der Stürmer: „Ich wollte mit diesem Verein etwas erreichen. Doch ich habe in diesem Land sehr seltsame Sachen erlebt. Erst diskutierte man darüber, warum ich spiele oder nicht spiele. Danach spekulierte man über mein tatsächliches Alter. Und zum Schluss musste ich mich das erste Mal verhaften lassen und verbrachte vier Tage unschuldig im Gefängnis.“

Obwohl er es versucht habe, merke er nun, dass er in so einem Rahmen nicht weitermachen könne. Psychologisch fühle er sich nicht besonders gut. „Ich danke allen“, so der Fußballer abschließend. „Ich werde meine Trainer, meine Mitspieler, die Fans und alle weiteren im Verein sehr vermissen.“ Doch er habe keine Wahl. Er müsse die Türkei in Anbetracht der derzeitigen Situation verlassen. „Ich weiß nicht, was als nächstes kommt. Ich möchte nicht in Angst um mein Leben sein, deshalb habe ich Fenerbahçe gesagt, dass ich gehen werde.“

Nach der Unterschrift mit dem Club in Moskau ist Emenike nun erst einmal in seine Heimat Nigeria zurück. In Russland erhofft sich der Spieler einen kompletten Neuanfang. Weg vom Spiele-Manipulationsskandal, Ermittlungen und Verdächtigungen. „Ich will dort mein Bestes geben, wie ich es immer tue“, so Emenike.

Mehr hier.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.