25 Afrikaner sterben auf Flüchtlingsschiff Richtung Italien

Auf einem Boot, das 296 afrikanische Flüchtlinge von Libyen auf die italienische Insel Lampedusa gebracht hat, wurden am Montag 25 Leichen entdeckt. Sie sind womöglich erstickt.

Wie Flüchtlinge an Bord des Schiffes berichteten, hielten sich die Toten, vor allem junge Männer, im Maschinenraum auf. Dort, so vermuten sie, sind die Opfer offenbar an den Abgasen erstickt. Für die Behörden in Italien ist der Fall jedoch nicht ganz so klar. Sie wollen weitere Untersuchungen abwarten bevor sie sich abschließend zur Todesursache äußern.

Jeder zehnte Flüchtling schafft die Reise nach Europa nicht

Das Boot war vor drei Tagen in Libyen ausgelaufen. In den vergangenen Monaten flüchteten bereits Tausende aus der Region Nordafrika in Richtung der kleinen Insel Lampedusa. Nicht selten überlebten sie die Fahrt in kleinen Booten über das offene Meer nicht. Das Flüchtlingshilfwerk der Vereinten Nationen schätzt, dass gut jeder zehnte der Flüchtlinge an Hunger und Erschöpfung oder aber durch Ertrinken stirbt.

Auch diesmal war das ankommende Boot, das nur 15 Meter misst, völlig überladen. Es wurde 35 Seemeilen vor der Insel abgefangen. Nur mit Mühe erreichte der fast fahruntüchtige Kahn den Hafen. Seit Ausbruch des arabischen Frühlings sind mehr als 40.000 Menschen in Italien gelandet. Mehr als 30.000 allein auf Lampedusa.

Erst am Freitag 30 Leichen geborgen

Erst am vergangenen Freitag hat die ägyptische Küstenwache die Leichen von 30 jungen Männern aus dem Mittelmeer geborgen. Bei den Opfern handelte es sich um Migranten aus den ägyptischen Nildelta-Provinzen. Auch sie waren auf dem Weg  nach Italien. Sie ertranken im Meer, nachdem ihr Fischerboot aus unbekannten Gründen gesunken war.

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