Was beim Ramadan Fasten zu beachten ist

Seit dem heutigen Montag sind mehr als eine Milliarde Muslime auf der Welt angehalten, während des Tages zu fasten. In den Stunden des Fastenbrechens nach Sonnenuntergang kommt es darauf an, sich richtig zu ernähren.

Ärzte und Ernährungswissenschaftler sind sich einig, dass das Fasten, so es denn richtig praktiziert wird, eine sowohl körperliche als auch geistige Reinigung darstellt. Aber man kann auch viel falsch machen. So lange das Tageslicht scheint, und das sind in der Zeit des Fastens bis zu 15 Stunden täglich, dürfen Muslime keine Nahrung zu sich nehmen. Erst nach Untergang der Sonne dürfen sie das Fasten brechen.

Wichtig: Fettarme Nahrung und viel Flüssigkeit

Eine typische schlechte Angewohnheit im Ramadan sei, sagt Dr. Sulaiman Habib, ein Hausarzt in Abu Dhabi, dass der Hunger nach Untergang der Sonne dadurch kompensiert werde, dass der Abend mit dem Naschen von Nüssen oder anderen stark kalorienhaltigen Nahrungsmitteln verbracht werde, die durstig machten und schlecht für die Gesundheit seien. So sei es „kaum verwunderlich, dass bis Ende des Monats viele an Gewicht zugenommen“ hätten. Statt Obst und Gemüse würden viele Gläubige lieber schwere Kost genießen, die reich an Kohlenhydraten sind, sowie „unzählige Portionen Desserts die ganze Nacht“.

Erschwerend komme hinzu, dass die Menschen ihre Abende meist mit dem Rauchen von Shishas verbrächten – in Räumen mit schlechter Belüftung. All das führe dazu, dass statt der positiven die negativen Auswirkungen des Fastens auf die Gesundheit überwiegen würden.

Gelegenheit, gesunde Gewohnheiten anzunehmen

Der Ramadan könne aber auch eine gute Gelegenheit sein, gesunde Gewohnheiten anzunehmen, sagt etwa Ernährungsberaterin Dana Shadid, indem man auf Junk-Food verzichte und drei ausgewogene und gesunde Mahlzeiten esse – eine bei „Iftar“, dem ersten Fastenbrechen nach Sonnenuntergang, eine fünf Stunden später vor dem Schlafengehen und eine vor Sonnenaufgang („Suhoor“). Wichtig sei es vor allem aber, viel Wasser oder nicht zuckerhaltige Säfte zu trinken, um der Gefahr von Austrocknung und Schwindel während des Fastens zu entgehen. Das gilt vor allem in einigen Ländern, in denen derzeit hohe Temperaturen von bis zu 45°C oder sogar noch darüber herrschten. Das Überspringen der „Suhoor“-Mahlzeit vor dem Morgengebet sei das Schlimmste, was man tun könne, warnt sie. Nur eine große Mahlzeit am Tag zu essen könne sich sehr schlecht auf die Menge des Fettgehalts im Blut auswirken. Hier empfiehlt sie vor allem Müsli, Früchte und Joghurt.

Auch die Website muslimehelfen.de empfiehlt: „Es ist besonders wichtig, für ein gesundes Fastenbrechen mit etwas Leichtem zu beginnen. Die beste Nahrung am Anfang sind gewiss Datteln.“ Habe man keine Datteln zur Hand, solle man sich mit Wasser oder Obstsaft oder auch einer fettarmen, warmen Suppe behelfen, wird empfohlen. Die erste Mahlzeit des Tages, ob nun Fleisch, Geflügel oder Fisch, solle – neben einem geringen Fettanteil und einer geringen Würze – entweder gebacken oder gedünstet zu sich genommen werden. Gebratenes sei zu vermeiden. Zudem solle immer eine große, gesunde vitamin- und nährstoffreiche Portion Salat dazu gereicht werden.

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