Die Angst der EU vor der Türkei: Ansturm arabischer Flüchtlinge befürchtet

Ein EU-Beitritt der Türkei könnte nicht nur Immigrations-, sondern auch die Sicherheitsrisiken erhöhen. Das glauben zumindest einige britische Abgeordnete, die ihre Sorgen darüber jetzt zum Ausdruck brachten.

Bevor die Türkei Mitglied der Europäischen Union werden könne, müsse das Land seine Grenzkontrollen verschärfen. So der britische Innenausschuss, der „echte Sorgen“ über die Sicherheit an den türkischen Grenzen zum Iran, Irak und Syrien äußerte.

Bereits seit 2005 laufen die EU-Beitrittsverhandlungen. Ein Schritt, den die britische Regierung wesentlich unterstützt. Einige Kapitel sind jedoch durch Einwände von Mitgliedsstaaten wie Frankreich ins Stocken geraten.

Türkei muss mit Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten

Der Labour-Abgeordnete Keith Vaz, Vorsitzender des Innenausschusses des Unterhauses, hat nun ebenfalls Bedenken geäußert. Seiner Ansicht nach könnte eine Mitgliedschaft der Türkei in der EU zu einem neuerlichen Migrantenstrom vom Mittleren Osten in Richtung Europa führen. Zwar seien sowohl die griechischen als auch die türkischen Behörden durchaus willens, etwas gegen das Problem der illegalen Einwanderung zu tun, doch hier müsse sehr viel mehr Engagement gezeigt werden. Insbesondere, so Vaz, benötige man eine gemeinsame Verpflichtung von Griechenland, der Türkei und den europäischen wie internationalen Strafverfolgungsbehörden, ihre Ressourcen auszutauschen und an einem Strang zu ziehen, um gemeinsam gegen kriminelle Banden vorzugehen, die jeden Monat Tausende Migranten auf illegalem Weg in die EU brächten.

„Ich bin darüber besorgt, dass, falls jetzt keine Maßnahmen ergriffen werden, es für die Flüchtlinge aus Afghanistan oder dem Iran noch einfacher werden wird in die EU zu gelangen, sobald die Türkei EU-Mitglied ist“, so Vaz weiter. Die britische Regierung und ihre europäischen Partner sollten jetzt alles tun, um der Türkei bei der Stärkung ihrer Grenzen behilflich zu sein. Die griechisch-türkische Grenze gilt als eines der letzten großen „Schlupflöcher“.

Drogenhandel ist eine erhebliche Bedrohung für die EU

Außerdem besorgt zeigte sich der Innenausschuss hinsichtlich des Drogenhandels. Auch hier müsse das Land etwas unternehmen. Immerhin würden 80 Prozent des Heroins, das von Afghanistan nach Europa gelange, über die Türkei abgewickelt. So heißt es: „Die türkischen Banden stellen eine erhebliche Bedrohung für die Sicherheit der EU dar.“

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