Angst in Fukushima: Radioaktivität steigt auf Rekordhoch

Neue Schreckensmeldungen aus dem havarierten Kernkraftwerk Fukushima. Die Betreiberfirma Tepco hat aktuell die höchsten Strahlenwerte seit der Katastrophe Mitte März dieses Jahres gemessen.

Auch diesmal versuchen die Verantwortlichen die Situation herunter zu spielen. Dabei waren erst am Montag am Boden eines Schachts extrem hohe Werte gemessen worden. Einen Tag später dann die nächste Fundstelle: in einem Lüftungsschacht des AKWs zeigten die Geräte mehr als zehn Sievert an.

Der Wert um die Reaktoren 1 und 2, der nach Expertenvermutungen sogar noch höher liegen könnte, da die japanischen Geräte einfach nicht mehr abbilden, ist alarmierend. Sie erreichten einen doppelt so hohen Level wie noch im vergangenen Juni. Bei einer derartigen Strahlung dauert es nur wenige Sekunden bis Menschen schwere gesundheitliche Schäden bis hin zum Tod erleiden.

Tödliche Strahlendosis bereits nach wenigen Sekunden

Dessen ungeachtet schickt Tepco immer weiter Arbeiter in den Unglücksreaktor. Bis zum kommenden Januar wollen die Betreiber das Werk wieder stabilisiert haben. Dieses Vorgehen stößt auf weltweite Kritik. Es sei unverantwortlich bei einer solchen Strahlenbelastung Arbeiter in das Kernkraftwerk zu schicken, warnt etwa Peter Burns, Experte aus Australien.

Seit der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe am 11. März 2011 sind mindestens 200 Menschen aus der Region akut verstrahlt worden. Über die jeweilige Stärke ihrer radioaktiven Belastung gibt es allerdings keine detaillierten Angaben. Die gefürchtete Folge dieser akuten Belastung ist die Strahlenkrankheit: Sie tritt bereits nach einer ionisierenden Strahlung von etwa einem halben bis einen Sievert auf.  Bereits bei 1000 Millisievert (das ist ein Sievert) steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken, um zehn Prozent.

Mehr hier.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.