Trotz Ramadan: Afghanisches Liebespaar fürchtet Steinigung

Weil sie sich ineinander verliebten und heiraten wollten ist in Afghanistan ein Teenager-Pärchen verhaftet worden. Den beiden 17-Jährigen droht nun trotz des heiligen Fastenmonats Ramadan der Tod durch Steinigung oder Hängen.

Die Ereignisse im vergangenen Monat überschlugen sich geradezu. Die beiden jungen Leute waren gerade auf dem Weg zu ihrer Trauung als eine Gruppe von 300 Männern sie aus dem Auto zerrte, sie des Ehebruchs beschuldigte und dann anfing zu randalieren. Die dadurch entstandenen Unruhen setzten sich auch im Dorf Jabrail in der Nähe von Herat fort. Dabei kam ein Mann ums Leben. Die hiesige Polizeistation wurde niedergebrannt.

Das Pärchen Halima Mohammedi und Rafi Mohammed, beide 17 Jahre jung, wurde letzenendes auf eine andere Polizeistation verbracht. Dort wurden sie festgenommen und auch gleich angeklagt.

Hochzeiten müssen von der Familie arrangiert werden

Seitdem gibt es zahlreiche Rufe von Seiten Einheimischer, aber auch von Verwandten, die den Tod der beiden Liebenden fordern. Denn ihrer Meinung nach haben sie „strenge Regeln missachtet“, denen zufolge Hochzeiten von den Familien arrangiert werden müssen.

Die Romanze der beiden begann in Herat, wo beide in der ansäßigen Eiskremfabrik arbeiteten. Eines Tages schrieb Halima  ihre Telefonnummer auf einen kleinen Zettel und ließ diesen Rafi zukommen. Sie begannen sich zu unterhalten und nachts telefonierten sie. Schließlich verliebten sie sich ineinander. Die Reaktion, die ihre Entscheidung es miteinander zu versuchen und zu heiraten jetzt ausgelöst hat, lässt beide allerdings ziemlich ratlos zurück.

Gott sei Dank erhalten die beiden Rückendeckung durch das Provinzialkonzil. Die Behörde stellte heraus, dass die Teenager kein Verbrechen begangen hätten und ihnen deshalb auch staatlicher Schutz gewährt werden sollte.

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