Somalia: Türkei startet großangelegte Hilfsaktion

In Anbetracht der schlimmsten Hungerkatastrophe, die Somalia in den letzten 50 Jahren erlebt hat, haben türkische Hilfsorganisationen nun damit begonnen, eine dauerhafte Präsenz im Krisengebiet einzurichten.

Die Kimse Yok Mu Stiftung hat bereits am vergangenen Montag damit begonnen das unter extremer Dürre leidende Land mit Hilfsgütern zu versorgen. Daneben sollen laut türkischen Vereinigungen ab September freiwillige Ärzte ins Krisengebiet reisen.

Die ersten Lebensmittellieferungen türkischer NGOs trafen pünktlich zum Beginn des heiligen Fastenmonats Ramadan ein und erreichte vor allem diejenigen Somalis, die ihr Dasein momentan in einfachen Zelten fristen müssen.

Türkische Ärzte wollen langfristig in Somalia helfen

Vertreter von Kimse Yok Mu und der Nile Organisation erklärten, dass am Montag gut 1000 Familien versorgt werden konnten. In den kommenden Wochen soll die Hilfe mehr als 5000 Familien erreichen. Neben Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern werden ab Spätsommer auch Ärzte nach Afrika entsandt. Unter der Federführung von Kimse Yok Mu und ÜHDER (Ümit Işığı Sağlık Projesi) soll eine dauerhafte Präsenz von Ärzten in Somalia aufgebaut werden. Vorerst wird eine Gruppe von 50 Ärzten und medizinischem Personal zehn Tage pro Monat in der Region bleiben. In dieser Zeit werden sie somalische Mediziner ausführlich unterweisen.

In einem ersten Schritt wurden hierfür 5000 Pakete mit Medikamenten und medizinischen Gerätschaften nach Somalia verbracht. Laut eigenen Angaben plant das Ärzteteam, das hierfür seinen Urlaub opfert, zunächst gut 10.000 Untersuchungen sowie hunderte Operationen in der Zeit vom 22. September bis 3. Oktober durchzuführen.In einem zweiten Schritt soll es dann um weiterführende Hilfsangebote gehen.

Mehmet Peker, Chef-Koordinator von ÜHDER erklärt: „Wir wollen keine einmalige Hilfeleistung für Somalia. Unsere freiwilligen Ärzte werden mit einem Plan dorthin geschickt.“ Langfristig gäbe es sogar Pläne dort ein türkisches Krankenhaus zu errichten.

Viele Kinder erreichen nicht einmal das fünfte Lebensjahr

Auch der somalische Präsident Sharif Sheikh Ahmed würdigte während eines Treffens mit einigen Organisationen das Engagement der Türkei. Sie seien unter den ersten Ländern gewesen, die geholfen hätten. 187 von 1000 somalischen Kindern sterben noch vor ihrem fünften Geburtstag. Im Land, das mehr als 10 Millionen beheimatet, gibt es weniger als 500 Ärzte

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