Sorgloses Sonnenbad: Rotwein schützt vor Hautkrebs

Wer beim Gedanken an ein Sonnenbad nur die richtige Sonnencreme im Sinn hat, der könnte künftig etwas daneben liegen. Denn wie eine aktuelle Studie ergeben hat, schützt nicht nur das Produkt aus der Tube, sondern auch der Genuss von Wein vor Sonnenbrand und sogar Hautkrebs.

Die Untersuchung, die von einem Wissenschaftler-Team der Universität von Barcelona im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlicht wurde, fand heraus, dass eine bestimmte Verbindung, die in den Weintrauben und im Traubenmost entdeckt wurde, die Haut vor UV-Strahlung schützen könne.

Die Forscher stellten in diesem Zusammenhang fest, dass die Trauben-Derivate, die so genannten Flavonoide, die im Rotwein gefunden wurden, die chemische Reaktion stoppen könnten, die eintritt, wenn die Sonne auf die Haut treffe und die Zellen absterben lasse und so Hautschäden verursache. Diese Flavonoide wiederum könnten dazu beitragen, die Haut nachhaltig zu schützen – sogar vor Hautkrebs.

Spanier bestätigen Ergebnisse aus Tübingen

Marta Cascante, die die Studie leitete, hofft nun, dass die Hersteller von Sonnenschutzprodukten, ihre Ergebnisse berücksichtigen. Auch für diejenigen, die keinen Wein trinken, hat die Biochemikerin einen Tipp. Schon das Essen der Trauben würde ihrer Meinung nach ausreichen. Die förderliche Wirkung von Wein ist nicht nur hinsichtlich des Hautschutzes bekannt. Auch im Kampf gegen Alzheimer und in der Prostatakrebs-Prävention wird der edle Traubensaft erforscht.

Zu ähnlichen Erkenntnissen kamen auch Forscher aus Tübingen im Jahr 2010. Vorausgesetzt, der Rotwein enthalte genügend Polyphenole, so die Wissenschaftler, könne er einen gewissen Schutz vor Hautschäden durch UV-Licht bieten. Für grünen und schwarzen Tee sowie Weintrauben, die ebenfalls reich an diesen Antioxidantien seien, lägen sogar bereits Hinweise vor, dass sie UV-induzierte Erytheme mildern, die Karzinogenese und Metastasierung von Melanomen und Plattenepithelkarzinomen hemme, so der Dermatologe Professor Matthias Möhrle.

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