Feuer nach den Gebeten: Syrische Truppen greifen erneut an

Die syrischen Regime-Gegner werden noch immer nicht verschont. Auch am Dienstag feuerten die Regierungstruppen nach den Ramadan-Gebeten im ganzen Land auf die Demonstranten. Auch Hama steht am Mittwoch erneut unter Beschuss.

Der heilige Fastenmonat kann das Regime Baschar al-Assad nicht aufhalten. Ganz im Gegenteil. Mit extremer Brutalität schlägt er derzeit alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Seit dem Vorabend des Ramadans reißt die blutige Serie nicht ab.

Auch am Dienstag gab es neue Opfer. Insgesamt zehn Menschen wurden verwundet, als sie im westlichen Teil von Damaskus, in Muadhamiya, für einen Sturz des Präsidenten demonstrierten. Verletzte gab es auch in der Stadt Hasaka sowie in Latakia, wo die Menschen ebenfalls nach den nächtlichen Gebeten angegriffen wurden. Wie viele Opfer es tatsächlich gibt, ist indess nur schwer nachzuvollziehen. „Zehn Busse voll mit Sicherheitskräften nahmen Mouadhamiya in Beschlag. Ich sah, wie zehn Jugendliche hinfielen als sie vor den Schüssen flüchteten. Hunderte Eltern sind auf der Straße, um nach ihren Söhnen zu suchen“, berichtet ein Augenzeuge, der 30 Kilometer von den Golanhöhen entfernt lebt.

Die Niederschlagung in Hama geht in die nächste Runde

Einwohner berichten, dass bereits am Montag Panzer in Mouadhamiya gesichtet wurden. Dabei wurden zwei Prostierende getötet. Darunter ein 16 Jahre alter Junge namens Hassan Ibrahim Balleh, dessen Beerdigung am Dienstag kurz vor den erneuten Angriffen stattgefunden hatte.

Auch am Mittwoch geht das Morden weiter. Baschar al-Assad lässt auf ein Neues die Stadt Hama beschießen. Wie Einwohner berichten, habe das Militär den zentralen Orontes-Platz besetzt. Alle Kommunikationswege seien abgeschnitten. Das Regime nutze es aus, dass die Medien sich am Mittwoch auf den Prozess gegen Hosni Mubarak in Kairo konzentrierten, um Hama „fertigzumachen“.

Assads Panzer beschießen Wohnhäuser:

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