Türkisches Atomprojekt: Japanische Skandalfirma Tepco steigt aus!

TEPCO, Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks in Fukushima, hat sein Angebot des Exports von Nukleartechnologie in die Türkei zurückgezogen. Um im Gespräch zu bleiben, wollen die Japaner der Türkei jedoch bald einen neuen Kraftwerkstyp anbieten.

Im März war es in Fukushima durch einen von einem starken Erdbeben ausgelösten Tsunami zu einer Reaktorkatastrophe gekommen. Die Gespräche zwischen Japan und der Türkei über ein neues Kraftwerksmodell sollen jedoch weiter gehen, hat Energieminister Taner Yıldız angekündigt.

„TEPCO, der Betreiber von Fukushima, hat sich aus dem Projekt zurückgezogen“, so Yıldız gegenüber Reportern in Ankara am Mittwoch. Die Türkei und Japan hatten im Dezember vergangenen Jahres eine grundsätzliche Einigung darüber erzielt, dass TEPCO (Tokyo Electric Power Co) das zweite Atomkraftwerk der Türkei an der Küste des Schwarzen Meeres in der Provinz Sinop bauen sollte. Zielstellung war es, diesen innerhalb von drei Monaten abzuschließen.

Die Gespräche seien nach dem japanischen Erdbeben im März ins Stocken geraten, heißt es. Nun wolle sich TEPCO voll quf die Entschädigung der Opfer von Fukushima konzentrieren. Geplant war ursprünglich der Bau, Finanzierung und Betrieb des geplanten Kernkraftwerks durch die Japaner. Yildiz: „Die japanische Regierung hat uns mitgeteilt, dass sie die Verhandlungen fortsetzen wollen. Sie sagten, sie würden ein neues Modell vorschlagen.“

Yildiz fügte hinzu, die Türkei denke über „Alternativen flexibler Zusammenarbeit“ nach. Eine Entscheidung über das Angebot der Japaner solle bald getroffen werden. Yildiz: „Wir wollen nicht noch mehr Zeit verlieren. Wir werden das Angebot der Japaner schnell prüfen und unsere Entscheidung der Öffentlichkeit bekannt geben.“

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