Verhaftet: Mann wollte zu Hause ein Atomkraftwerk bauen

Die Polizei hat in Schweden einen Mann verhaftet, der versucht haben soll Atome zu spalten, um so einen Kernreaktor in seiner Küche zu bauen. Das gesamte Vorhaben beschrieb er auch auf seinem Blog.

Richard Handl, so der Name des Festgenommenen, hatte in seiner Wohnung die radioaktiven Stoffe Radium, Amerizium und Uran gehortet. Deren Beschaffung fiel bisher offenbar gar nicht weiter auf. Erst als er eine Anfrage an die Schwedische Strahlenschutzbehörde stellte, ob das, was er da tue eigentlich legal sei, wurde er festgenommen

Handl könnten bis zu zwei Jahren Gefängnis drohen

„Ich wollte wissen, ob es möglich ist Atome zu Hause zu spalten“, so  der Hobby-Wissenschaftler. Diese Frage wird er sich nun allerdings nicht mehr beantworten können. Ganz gleib, ob möglich oder nicht, so geht ein solches Experiment nicht mit den schwedischen Gesetzen einher. Handl könnten nun sogar zwei Jahre Gefängnis bevorstehen.

Auf seinem Blog, richardsreactor.blogspot.com, ist unterdessen noch immer detailliert nachzulesen, was er vor seiner Festnahme veranstaltete. So sei es ziemlich schwierig gewesen das benötigte Material überhaupt zu beschaffen. Auch die Herbeiführung einer nuklearen Spaltung sei nicht ohne gewesen. Immerhin hätte er in seiner Küche so etwas wie eine kleine „Kernschmelze“ erzeugen können, nachdem er versuchte „Amerizium, Radium und Beryllium in 96-prozentiger Schwefelsäure“ zu kochen.

Auch seine Verhaftung beschrieb er ruhig und objektiv. „Ich wurde von der Polizei aufgefordert mit erhobenen Händen aus dem Gebäude zu kommen. Dann kamen drei Leute mit Geigerzählern und untersuchten mich. Anschließend setzten sie mich in ein Polizeiauto während die Strahlenschutzbehörde mit sehr modernen Gerätschaften in meine Wohnung ging. Nun, meine Projekt ist abgesagt.“

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