Fehlende Entschuldigung von Israel: Türkei sagt US-Militärübungen ab

Die türkische Marine wird nicht an einer gemeinsamen Übung mit den Vereinigten Staaten und Israel im Mittelmeer teilnehmen. Die Türkei ist enttäuscht darüber, dass sich Israel geweigert hat, sich für den Angriff auf das Hilfsschiff Mavi Marmara im Mai 2010 zu entschuldigen.

„Unter diesen Umständen kann man von der Türkei nicht erwarten, dass sie an dieser Übung teilnimmt“, heißt es aus diplomatischen Kreisen. Bereits seit zwei Jahren würde sich das Land nicht mehr an den Übungen beteiligen. Dabei seien diese ausgesprochen wichtig, was die Abstimmung militärischer Operationen oder Hilfseinsätzen angehe, aber auch was das gegenseitige Lernen angehe.

Die Übung, die unter dem Namen „Reliant Mermaid“ stattfindet, wird bereits seit zehn Jahren von Israel, den USA und der Türkei abgehalten. Einen ersten Riss erhielt die Kooperation bereits 2010. Nach dem Angriff auf die Mavi Marmara, die Hilfsgüter in den abgeriegelten Gaza-Streifen bringen wollte, weigerte sich die Türkei weiterhin teilzunehmen.

Ansichtssache: Israel will aus Notwehr gehandelt haben

Erst Anfang Juli dieses Jahres hat der der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in einer Rede vor dem Parlament seine Forderungen nach einer Berichtigung der israelischen Sichtweise auf die Vorgänge um die Inbesitznahme des Aktivisten-Schiffes Mavi Marmara auf hoher See im Vorjahr gefordert. Israel, dessen Marinekommandos acht Türken und ein Amerikaneran Bord des Schiffes töteten,  hat die Zahlung von Entschädigungen zugesagt, weigert sich aber nach wie vor, sich zu entschuldigen. Das Land begründet dies damit,  ihr Personal habe damals aus Notwehr gehandelt.

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