Ahmadinejad: „Wer heute eine Atombombe baut, ist verrückt!“

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad hat erneut wiederholt, der Iran beabsichtige nicht, eine Atombombe zu bauen. Die Urananreicherung sei rein "für medizinische und landwirtschaftliche Zwecke gedacht".

Der Iran habe nicht die Absicht, eine Atombombe zu bauen, betonte Ahmadinejad in einem Fernseh-Interview am Mittwoch. Sein Atomprogramm diene rein friedlichen Zwecken.

„Wenn wir sagen, wir wollen keine Atombombe bauen, dann bedeutet das, dass wir wirklich keine Atombombe bauen wollen“, sagte Ahmadinejad gegenüber dem TV-Sender Euronews. Und er fügte hinzu: „Wer heute eine Atombombe baut, ist verrückt!“

Die USA und ihre Verbündeten werfen dem Iran vor, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms zur Energiegewinnung zu versuchen, Atombomben zu entwickeln. Iran bestreitet den Vorwurf und behauptet, es brauche die Nukleartechnologie zur Stromerzeugung, um den inländischen Bedarf zu decken.

„Es ist nur für medizinische und landwirtschaftliche Zwecke gedacht.“

Frankreich hatte am 19. Juli Irans Ankündigung verurteilt, neue Maschinen zur  Uran-Anreicherung errichtet zu haben, und nannte dies eine „klare Provokation“. Ahmadinejad betonte während des Interviews, dass die Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran in erster Linie für medizinische Zwecke bestimmt sei, also „für die vollkommen friedliche Nutzung“.

„Es ist für einen Reaktor, der Medikamente, und zwar nur Medikamente produziert. Es ist nur für medizinische und landwirtschaftliche Zwecke gedacht.“

Der UN-Sicherheitsrat hat seit dem Jahr 2006 viermal Sanktionen gegen Teheran erhoben, das sich weigert, sein Urananreicherungsprogramm, das sowohl für zivile und militärische Zwecke genutzt werden kann, einzufrieren.

Ausländische Regierungen haben dem Iran Handel und andere wirtschaftliche und politische Anreize angeboten, wenn es seine atomaren Aktivitäten stoppt. Zwei Gesprächsrunden im vergangenen Dezember und im Januar dieses Jahres zwischen dem Iran und den sechs Großmächten USA, Russland, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und China hatten versucht, den Streit diplomatisch zu lösen – ohne Fortschritte.

Hier ein Ausschnitt aus dem Interview:

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