Kampf gegen den Hunger in der Welt: Gebt weniger Geld für Schönheit aus!

Es sind grausame Bilder, die die Welt derzeit aus Somalia erreichen. Die Menschen leiden unter der größten Hungerkatastrophe seit Jahrzehnten. Für den Präsident des Türkischen Roten Halbmondes (Kızılay), Tekin Küçükali, geradezu unterträglich. Er richtet sich mit einem ungewöhnlichen Appell an die Bevölkerung.

Somalia, da ist sich Küçükali sicher, müsse noch stärker als bisher unterstützt werden. Und das sei in seinen Augen gar nicht einmal so schwer: Denn das Geld, was die Leute weltweit in die Schönheitssalons tragen würde, reiche aus, um 100 Länder wie Somalia zu helfen.

Während einer Visite der Trabzon Journalisten Vereinigung erklärte er: „Das Land, das sich selbst aus Supermacht der Welt bezeichnet, gibt jährlich 40 Milliarden US-Dollar für seine Haustiere aus. Und um sich zu verschönern investieren sie 160Milliarden US-Dollar. Diese Summe könnte ausreichen, um 100 Länder wie Somalia zu retten.“

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Küçükali warb im Rahmen der Veranstaltung für eine von Kızılay ins Leben gerufene Hilfskampagne für Somalia. „Es ist für die Menschheit nicht akzeptabel, dass Menschen in Somalia verhungern, während der Rest der Welt im Wohlstand lebt… Jeder von uns sollte sich hinsetzen und wieder und wieder über die menschliche Tragödie, die sich gerade in Somalia abspielt, nachdenken.“ Den Menschen dort fehlt es am Nötigsten. Deshalb seien nicht nur Geldspenden willkommen, sondern auch alle anderen Spenden herzlich willkommen.  „Linsen, Kichererbsen, Zucker und Reis gehören zu den notwendigen Dingen. Unsere Erste-Hilfe-Flugzeug Goodwill wird am Sonntag starten. Flugzeuge werden auch am Montag, Mittwoch und Freitag starten“, informiert Küçükali.

Das Land leidet unter der größten Dürrekatastrophe seit 60 Jahren. 187 von 1000 somalischen Kindern sterben noch vor ihrem fünften Geburtstag. Im Land, das mehr als zehn Millionen Menschen beheimatet, gibt es weniger als 500 Ärzte. Mehr als drei Millionen benötigen ganz akut Hilfe.

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