Neuer Schauplatz: Findet Zivilprozess gegen Strauss-Kahn in der Bronx statt?

Seit drei Monaten ist Manhattan Schauplatz wilder Spekulationen. Im dortigen Sofitel Hotel soll der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ein Zimmermädchen vergewaltigt haben. Jetzt könnte sich der Fall in den New Yorker Stadtteil Bronx verlagern. Zumindest, wenn die 32-Jährige nun einen Zivilprozess anstreben sollte.

Die Anwälte von Nafissatou Diallo, deren Image in den vergangenen Woche sehr gelitten hat, hoffen dort auf eine ihrer Mandantin wohl gesonnenere Jury zu treffen und so den wohlhabenden Politiker ausstechen zu können.

Kann Nafissatou Diallo vom „Bronx-Effect“ profitieren?

Laut einem ihrer Anwälte, Kenneth Thompson, wird die aus Guinea stammende Einwanderin schon bald eine entsprechende Zivilklage einreichen. Und das scheint auch ganz im Sinne einiger Rechtsexperten zu sein, die der jungen Frau dort ebenfalls mehr Chancen einräumen als im chicen Manhattan. Die Juroren dort seien eher bereit ein Exempel zu statuieren und sich der Außenseiterin anzunehmen. Ihre Neigung, sich gerade den Schwachen der Gesellschaft anzunehmen wird weithin sogar als der „Bronx-Effect“ bezeichnet.

Auch, wenn ihr der Ruf vielleicht voraus eilen, eventuell sogar Unrecht tun mag und einige überhaupt nicht daran glauben, dass es jemals so weit kommt, so verbinden sich für Nafissatou Diallo mit dieser Jury dennoch große Hoffnungen. Immerhin würde die Verhandlung dann in einer Gegend, in der vorwiegend Farbige, Latinos und ärmere leben,  stattfinden, die ihr vertrauter sind als die noble Insel.

Frederick Potack, ehemaliger Präsident der dortigen Anwaltskammer, sieht den Fall nüchtern. „Sie werden ihre eine Summe Geld in die Hand drücken, die sie nie zuvor gesehen hat. Dann wird sie still in der Dunkelheit verschwinden.“

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