Türkei wundert sich über griechischen Grenzgraben

Der Bau des griechischen Grenzgrabens hat begonnen, er soll türkische Flüchtlinge aufhalten. In der Türkei ist man verwundert

120 Kilometer lang, 30 Meter breit und sieben Meter tief soll der griechische Grenzgraben zur Türkei werden, immer entlang den Fluß Evros. Militärischer Abwehr soll das dienen, aber auch Flüchtlinge aus der Türkei soll der Graben abhalten. In den türkischen Medien zeigt sich Verwunderung: Flüchtlinge würden sich wohl kaum von einem solchen Graben aufhalten lassen. Militärische Spannungen, die gar in einen Kriegszustand ausarten könnten, gebe es nicht. Griechenland gebe demnach viel Geld aus, um Panzer abzuhalten, die niemals kommen würden.

Die griechische Sicht der Dinge: Ein Grenzgraben als letzter Ausweg

Der „Deutschen Welle“ zufolge sind die ersten 14,5 km nahe der Stadt Orestiada im Norden Griechenlands bereits fertiggestellt. „Es ist eine militärische Operation [deshalb] wurde dies in den letzten Monaten geheim gehalten“, so eine Korrespondentin. Aus griechischer Sicht sei der Bau des Grenzgrabens unerlässlich gewesen: Mehr als eine halbe Million illegale Migranten seien in den letzten vier Jahren nach Griechenland gekommen. 128.000 allein im letzten Jahr. Auf Grund der wirtschaftlichen Krise sei dies für Athen nicht mehr zu bewältigen gewesen. Die Türkei habe nicht genügend dazu beigetragen das Problem der illegalen Migration zu regeln „also nimmt Griechenland die Angelegenheit nun selbst in die Hand“, so die Korrespondentin.

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