PKK-Anschlag in der Türkei: Totgeglaubter Polizist überlebt

Ein Polizist wurde bei der Explosion einer Landmine schwer verletzt und galt als tot, im Krankenhaus konnte er aber wiederbelebt werden.

Bei ihrer Patrouille in der türkischen Provinz Hakkari waren der Polizist und drei weitere Kollegen am Sonntag von einer Mine am Straßenrand erfasst worden. Es wird vermutet, dass es sich um einen Anschlag der PKK handelt. Der Gouverneur von Hakkari, Muamar Türker, sagte gegenüber Medien, das Herz des Polizisten habe vor Ort aufgehört zu schlagen. Im Krankenhaus habe man ihn aber zurückholen können. Wie lange das Herz ausgesetzt hatte, ist nicht bekannt.

Polizeikräfte sollen gegen den Terror vorgehen

Die Sicherheitsstufe in der Region ist erhöht worden, beim Betreten oder Verlassen des Distrikts gibt es Kontrollen. Die Untersuchungen zu den Umständen des Anschlags dauern an. Die kurdische Arbeiterpartei (PKK) hat im Kampf um Autonomie in den letzten zwei Wochen mehr als 20 türkische Polizisten getötet.

Samstagnacht wurden bei einem versuchten Anschlag auf den Gouverneur des Hizan Distrikts in der Bitlis Provinz bereits ein Polizist getötet und ein weiterer verletzt. Dies ist als eine Reaktion auf den im Juli bekannt gegebenen Plan des Gouverneurs zu verstehen, Elite-Polizei Squads im Kampf gegen den Terror einzusetzen. Die Polizei soll schrittweise mehr Befugnisse in inländischen Sicherheitsangelegenheiten bekommen, was auch die traditionelle Rolle der bewaffneten Streitkräfte untergraben würde. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gab Ende Juli bekannt, Polizeikräfte gegen den Terror sollten nicht nur in ländlichen Gegenden, sondern auch in den Städten eingesetzt werden. Er hoffe „in diesem Kampf [auf] maximale Ergebnisse in kürzester Zeit“

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