Syrien: Saudi Arabien fordert „Ende der Tötungs-Maschinerie“

Saudi Arabien zieht seinen Botschafter aus Syrien ab. Dies ist eine Reaktion auf die "inakzeptable" Gewalt gegen Regierungsgegner im Land.

Der saudische König Abdullah Al Saud sagte am Sonntagabend gegenüber Medien, sein Land habe eine historische Entscheidung getroffen, trotz all der Unterstützung, die es Syrien in der Vergangenheit habe zukommen lassen. Zur Lage in Syrien sagte er: „Jeder gesunde Araber, Moslem, oder auch jeder sonst weiß, dass das nichts mit Religion zu tun hat, oder mit Ethik oder Moral; Das Blut von Unschuldigen zu vergießen aus welchem Grund oder Vorwand auch immer, führt auf keinem Weg zu… Hoffnung.“

Syrien gerät immer mehr in die Isolation

Weiter führte König Abdullah aus: „Was in Syrien geschieht ist inakzeptabel für Saudi Arabien. Es gibt nur zwei Möglichkeiten für die Zukunft Syriens: entweder es entscheidet sich selbst für Weisheit, oder es wird in die Tiefen von Chaos und Verlust herab gerissen. Das Königreich Saudi Arabien… fordert ein Ende der Tötungs-Maschinerie und des Blutvergießens und ruft nach Taten der Weisheit bevor es zu spät ist.“ Syrien solle Reformen anstreben, die wirkliche Reformen, nicht nur Versprechen sind. Ein Vertreter des Auswärtigen Amts der USA sagte, die Aussage des saudischen Königs sei „ein weiteres klares Zeichen dafür, dass die internationale Gemeinschaft, inklusive den Nachbarn Syriens, das brutale Vorgehen der syrischen Regierung zurückweisen.“

Am Sonntag starben nach Angabe von Aktivisten mehr als 80 Menschen durch Angriffe der Armee im östlichen und zentralen Syrien. Mindestens 50 davon seien der Stürmung der Stadt Deir al-Zour durch Panzer und Panzerwagen zum Opfer gefallen. 26 weitere Menschen starben in Hula, nahe der Stadt Homs, darunter ein zehn jähriger Junge. Tote gab es außerdem auch im Nordwesten in Idlib. Nach Angabe der Aktivisten sind seit Beginn der Proteste im März 1700 Zivilisten getötet und Tausende verletzt worden

 

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