Rauchen im Ramadan: Frau in der Türkei angegriffen

Weil sie während des Ramadans tagsüber und dazu noch mitten auf der Straße eine Zigarette geraucht hat, wurde eine Frau am vergangenen Samstag in der osttürkischen Provinz Erzurum von zwei Personen angegriffen.

Die Frau, die sich offenbar nicht strikt an die Fastenregeln während des Ramadans hält, musste im Zuge der Attacke Schutz in einem nahe gelegenen Männerwohnheim suchen. Von dort aus rief sie die Polizei um Hilfe.

Der Vorfall ereignete sich in der Esat Paşa Yokuşu Straße im Stadtteil Yakutiye kurz vor dem Iftar, dem Fastenbrechen am Abend. Die Frau, die für eine internationale Firma arbeitet, zündete sich während sie mit ihrem Freund unterwegs war, eine Zigarette an. Kurz darauf näherten sich ihnen zwei Männer, verlangten, dass sie sofort ihre Zigarette ausmachen solle und beschimpften sie als „schamlos“.

Wütende Meute unterstütze die Angreifer

Darauf erwiderte die Frau, dass sie sich dazu entschieden hätte, nicht zu fasten. Warum die beiden Männer darüber allerdings so aufgebracht seien, könne sie nicht verstehen. Darauf hin seien die beiden angeblich auf das Paar losgegangen.

Schnell habe sich eine Menschenmenge versammelt. So dass es die Frau und ihr Lebensgefährte vorzogen, zu fliehen. Die herbeigerufene Polizei hatte es sichtlich schwer, die aufgebrachte Meute zu beruhigen und das Quartett mit auf die Wache zu nehmen. Auch die Beamten wurden angegriffen.

Letzten Endes erstatteten die Vier gegenseitig Anzeige und wurden, nachdem ihre Aussagen aufgenommen wurden, wieder auf freien Fuß gesetzt.

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