Ursache der Schizophrenie gefunden: Genetische Mutation!

Mehr als 50 Prozent der unregelmäßig auftretenden Fälle von Schizophrenie werden durch Eiweiß verändernde Mutationen ausgelöst, so zeigen neue Untersuchungsergebnisse.

Als unregelmäßig auftretende Fälle von Schizophrenie werden solche bezeichnet, bei denen es keine Krankheitsgeschichte innerhalb der Familie gibt. Die neuen („de novo“) Genmutationen konnten dementsprechend bei den Patienten nachgewiesen werden, nicht aber bei ihren Eltern. Die Studie erschien online auf der Seite „Nature Genetics„.

Die Forschungsergebnisse der Schizophrenie-Untersuchungen

Eine Forschungsgruppe unter der Führung der Ärzte Maria Karayiorgou und Joseph A. Gogos untersuchte die Genome von Patienten mit Schizophrenie und deren Familien im Vergleich zu gesunden Kontrollgruppen. Alle Personen waren Angehörige der genetisch isolierten, aus Europa stammenden afrikanischen Bevölkerung von Südafrika.

Die Forscher fanden 40 Mutationen, alle von verschiedenen Genen und die meisten Eiweiß verändernd. Die Ergebnisse könnten den Weg zu vielleicht mehreren Hundert weiteren Mutationen weisen. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum Verstehen der Krankheit Schizophrenie und ihrer Ausbreitung, so die Forscher. Bin XU, assistierender Professor der klinischen Neurobiologie am medizinischen Zentrum der Columbia Universität und Autor der Studie dazu: „Die Identifizierung dieser neuen schädigenden Mutationen haben unser Verständnis der genetischen Basis von Schizophrenie von Grund auf verändert.“

Maria Karayiorgou ergänzt: „Die Tatsache, dass die Mutationen alle von verschiedenen Genen stammen ist besonders faszinierend. Das erweckt den Anschein, dass weit mehr Mutationen als wir bisher angenommen haben zu einer Schizophrenie beitragen. Das liegt vermutlich an der Komplexität der neuronalen Schaltkreise, die von der Krankheit betroffen sind; Für ihre Entwicklung und ihre Funktion werden viele Gene benötigt.“

 

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