Absurd: Google macht aus Gurken Türken!

Das Portal "absurde-zeiten.de" hat per Zufall eine interessante Entdeckung gemacht. Im Rahmen einer Anfrage bei Google hat die Suchmaschine einen bizarren Korrekturvorschlag abgeliefert.

Die ursprüngliche Fragestellung war ganz harmlos. Mario Teetzen wollte wissen: „Wieviele gurken wurden in den letzten tagen vernichtet“ und gab diesen Satz in die Suchmaske ein. Wie Google allerdings auf folgenden Vorschlag kommt, erscheint schleierhaft, denn zu lesen ist nun: „Meinten Sie: wieviele türken wurden in den letzten tagen vernichtet“.

Bei Teetzen ruft der Alternativvorschlag nur Kopfschütteln hervor. Er rät: „Da sollte vielleicht auf Google-Seite noch ein bisschen am Algorithmus gefeilt werden…“, räumt aber gleichzeitig ein, dass dieses und viele ähnliche Beispiele durchaus keine Seltenheit sind. So seien Beispieler dieser Art immer dann zu beobachten, „wo für Google einzelne Wörter sprachlich und/oder phonetisch eng miteinander verwandt“ seien. Das bekannte Kinder/Rinder-Beispiel hat wohl fast jeder schon einmal gesehen.

Deutschen Umlaute sind Schuld an Korrekturvorschlägen

Auch wie obige Zeile zustande kam, ist für ihn durchaus logisch nachvollziehbar. So werde insbesondere bei englischsprachigen Tools und Sprachalgorithmen gerne der Umlaut durch den verwandten Vokal ersetzt. Aus ä wird also a, aus ö ein o und ü schließlich ein u. „Und schon ist aus ‚Türken‘ das Wort ‚Turken‘ geworden, was dann wiederum nur noch durch einen Buchstaben von ‚Gurken‘ unterscheidet und von Google somit als potentieller Tippfehler eingestuft wird, insbesondere, weil es für ‚Türken‘ generell mehr Treffer bei Google gibt als zu ‚Gurken‘.“

Mit Ausländerhass oder ähnlichem habe das Ganze, so stellt er nochmals deutlich heraus, jedenfalls nichts zu tun. Vielmehr gesteht er: „Als Informatiker wüsste ich auch nicht, wie man da eine auch nur hinreichende Sicherheit erreichen könnte, dazu ist Sprache einfach viel zu variabel, wie man auch gut am Scheitern bei der Programmierung wirklich guter Übersetzungsprogramme erkennen kann.“

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