Charlotte Roche tut’s nochmal: In „Schoßgebete“ rechnet sie mit der Boulevardpresse ab

Es gab wohl kaum einen Roman, der so kontrovers diskutiert wurde wie "Feuchtgebiete". Charlotte Roches Bestseller aus dem Jahr 2008 polarisiert Kritiker wie Publikum noch heute. Jetzt legt die Autorin nach. Die Reaktionen auf "Schoßgebete" scheinen vorprogrammiert.

Der Erstling von Grimmepreisträgerin Charlotte Roche war schonungslos. Tief tauchte die Autorin in die Abgründe der Sprache ein, um menschliches, gar allzu menschliches zu Tage zu fördern. Ob der Leser das nun wollte oder nicht. „Radikal, drastisch und ebenso zart“, urteilte Roger Willemsen über die Zeilen der jungen Frau.

Jetzt, drei Jahre später, versucht diese erneut ihr Glück im Literaturzirkus. Ab 10. August ist ihr zweites Werk im Handel und sie selbst stellt den Neuling so vor: „Wer dachte Feuchtgebiete sei krass, der muss sich hierbei richtig anschnallen.“ Das sei eine richtige Achterbahn der Gefühle, schwört die ehemalige VIVA-Moderatorin Roche die potentielle Leserschaft ein. Denn diesmal geht es nicht nur um Sex in der Ehe, sondern auch um eine persönliche Abrechnung mit den Boulevardmedien, die „eine familiäre Tragödie von Roche erbarmungslos ausgeschlachtet“ hatten. Mehr dringt so kurz vor dem  Erscheinungstermin nicht an die Öffentlichkeit.

Roche steht unter Druck: Erstling verkaufte sich 1,7 Mio. Mal

Doch dass das Buch ein erneuter Skandal wird, darüber scheinen sich die Redakteure bereits jetzt einig. Indiz dafür sei nicht nur die hohe Startauflage von einer halben Million Exemplaren. Sondern auch die Tatsache, dass Roche, wenn sie denn schon ein Interview zum Thema gibt, erneut aus dem Vollen der Skandalpalette schöpft. Sie spricht über Depressionen, Angstzustände, Gerüchte um Mager- und Alkoholsucht kommen ins Spiel. Die Sorge der Leser um die zarte Autorin wird nach oben getrieben. Bei ihr müsse alles extrem sein, so hingegen die Meinung in den Schreibstuben. Immerhin gilt es einen Rekord zu knacken: Ihr Erstling verkaufte sich schließlich ganze 1,7 Millionen Mal.

Und so stellt Frau Roche ihr neues Buch selbst vor:

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