Zimmermädchen reicht Zivilklage ein: DSK muss sich in der Bronx verantworten

Das 32-jährige Zimmermädchen Nafissatou Diallo, das dem ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn versuchte Vergewaltigung vorwirft, hat nun Zivilklage im New Yorker Stadtteil Bronx eingereicht.

17 Seiten umfasst die Anklageschrift, die Nafissatou Diallo am vergangenen Montag beim zuständigen Gericht eingereicht hat. Die aus Guinea stammende Frau fordert darin Schadensersatz für den „gewaltsamen und sadistischen Akt“, während dem sie „erniedrigt, herabgewürdigt, vergewaltigt und ihrer Würde als Frau beraubt worden“ sei.

Die seelischen Folgen des Angriffs, der sich am 14. Mai im Sofitel Hotel in Manhattan zugetragen haben soll, seien ihrer Ansicht nach so schwerwiegend, dass sie sich möglicherweise nie mehr davon erholen werde, argumentiert Diallo weiter. Erneut erhebt sie gegen Dominique Strauss-Kahn die Vorwürfe, die bereits Grundla

ge der bisherigen strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Franzosen waren.

Experten werfen Nafissatou  Diallo Geldgier vor

Vor dem Gericht in der Bronx, wo die Klägerin auch lebt, erhofft sich diese nun einen günstigeren Prozessausgang als in Manhattan, wo ihre Glaubwürdigkeit durch zahlreiche Unstimmigkeiten in ihren Aussagen als auch in ihrem Lebenslauf massiv gelitten hatte. In der Bronx, so der Anschein, hoffen ihre Anwälte auf den so genanngen „Bronx-Effect“. Häufig wurde hier zu Gunsten der Opfer entschieden. Frederick Potack, ehemaliger Präsident der dortigen Anwaltskammer, sieht den Fall jedoch etwas nüchterner: „Sie werden ihre eine Summe Geld in die Hand drücken, die sie nie zuvor gesehen hat. Dann wird sie still in der Dunkelheit verschwinden.“

Strauss-Kahn weist weiterhin sämtliche Vorwürfe von sich und spricht von einvernehmlichen sexuellen Handlungen zwischen ihm und Diallo. Am 23. August muss er erneut vor Gericht erscheinen.

Lesen Sie dazu außerdem:

Neuer Schauplatz: Findet Zivilprozess gegen Strauss-Kahn in der Bronx statt?

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.