Kann Sport den Krebs besiegen?

Wer sich einer Krebstherapie unterziehen muss, der sollte am besten auch sportlich aktiv bleiben. Wie eine Studie von Macmillan Cancer Support zeigt, wirkt sich Bewegung positiv auf den Verlauf der Behandlung aus. Sowohl das Sterberisiko als auch die Nebenwirkungen sinken.

Die Empfehlung der Experten vom Macmillan Cancer Support lautet, dass alle Patienten, die sich einer Krebstherapie unterziehen müssen, parallel auch zweieinhalb Stunden pro Woche Sport treiben sollten. Auch das britische Department of Health tendiert in diese Richtung und rät hierzu vor allem regionale Angebote zu nutzen.

Ein flotter Spaziergangn oder Schwimmen reichen aus

Der vormals vertretene Ansatz, dass Menschen nach einer solchen Behandlung besonders viel Ruhe nötig hätten, wird damit widerlegt. Denn in der Studie mit dem Titel „Move More“ seien, so das Fazit von Macmillan Canver Support, von den zwei Millionen Menschen, die in Großbritannien eine Krebserkrankung überlebt haben, ganze 1,6 Millionen zu wenig körperlich aktiv. Die Organisation ist überzeugt, dass sich Erwachsene Krebspatienten und Patienten, die die Erkrankung bereits hinter sich hätten, pro Woche 150 Minuten gemäßigt sportlich betätigen sollten. „Es geht nicht darum, sich sehr anzustrengen. Arbeiten im Garten, ein flotter Spaziergang oder Schwimmen ist alles, was zählt“, so Ciaran Devane von Macmillan Cancer Support.

„Sport steigert die Erschöpfung nicht, sondern bringt neue Energie“, so das Fazit. Negative Auswirkungen der Krankheit und der Behandlung wie zum Beispiel Müdigkeit oder Gewichtszunahme könnten so wirkungsvoll entgegengetreten werden. Auch das Risiko einer Herzerkrankung und von Osteoporose würden sinken. Damit verringere sich nicht nur das Sterberisiko, sondern eventuell sogar das Risiko erneut an Krebs zu erkranken.

Sport kann das Sterberisiko entscheidend senken

Die Experten lassen hier eindrucksvolle Zahlen sprechen: So trage körperliche Ertüchtigung beispielsweise dazu bei das Risiko einer erneuten Brustkrebserkrankung um 40 Prozent zu senken. Ähnliche gute Prognosen gibt es auch für andere Krebsarten. So verringere sich bei Prostatakrebs das Sterberisiko um bis zu 30 Prozent. Und sechs Stunden gemäßigter körperlicher Sport in der Woche senken bei Darmkrebs das Sterberisiko gar um rund 50 Prozent.

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