Börsencrash: DAX und IMKB stürzen ab!

Die Achterbahnfahrt zwischen Hoffen und Bangen geht auch am Dienstag weiter. In Frankfurt ist der Deutsche Aktienindex (DAX) nach einem optimistischen Start erneut eingebrochen. Die asiatischen Börsen ziehen mit und auch die Börse in Istanbul ist mittlerweile betroffen. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet spricht von der schlimmsten Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Das Vertrauen der Anleger ist endültig weg – auch in der Türkei. Ein Blick auf die Situation an den weltweiten Finanzmärkten und insbesondere nach Istanbul macht es deutlich. Noch Ende Juli war der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan ziemlich sicher, dass die finanziellen Turbulenzen, die derzeit nicht nur Europa, sondern auch die USA in Atem halten, der Türkei nichts anhaben könnten. Seiner Ansicht nach sei die Wirtschaft stark genug, um damit fertig zu werden.

Auch in Istanbul setzt sich der negative Trend fort

Nicht einmal zwei Wochen später hat sich das Blatt gewendet. Am vergangenen Montag ist nun auch die türkische Börse in den alles einverleibenden Sog der internationalen Finanzkrise geraten. Jetzt brach der türkische Leitindex IMKB gegenüber dem Wert vom Freitag um ganze sieben Prozent ein. Er fiel um 3982 Punkte auf 52.284 Zähler. Und auch die türkische Währung leidet. Die Lira hat gegenüber ausländischen Währungen Einbußen zu verkraften, so mussten etwa 2,49 Lira für einen Euro bezahlt werden. Auch am Dienstag wird es nicht besser. Die Verluste gegenüber dem Vortag belaufen sich auf 3.47 Prozent. Der Leitindex rutschte unter 50.000 Zähler. Der Goldpreis saust weiter in die Höhe.

Dabei wolle die Türkische Zentralbank doch eigentlich gegenwirken. Erst in der letzten Woche überraschte sie die Welt mit einer Senkung der Leitzinsen von 6,25 auf 5,75 Prozent. Gleichzeitig wurde der Tagesleihzins von 1,5 auf 5 Prozent nach oben geschraubt. Begründet wurde der Schritt mit Sorgen um die Staatsverschuldungskrisen in Europa und die gedämpften globalen Wachstumserwartungen.

Jean-Claude Trichet sieht schlimmste Krise seit Kriegsende

Derweil geht die Talfahrt unvermindert weiter. An der Wall Street ist am Dienstagmittag mit weiteren Verlusten zu rechnen. Die Kosten für Kreditausfallversicherungen der Türkei, Ungarns, und Russlands ziehen derweil deutlich an. Der DAX rutschte massiv ab. Erstmals seit September 2010 ging er unter die Marke von 6000 Punkten. Es herrscht sprichwörtlich „Land unter“. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet spricht gar von der schlimmsten Krise seit Kriegsende.

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