Ende der Gewalt? Assad erteilt Erdogan eine Abfuhr!

Die Türkei hat vergeblich versucht, den syrischen Präsidenten Assad davon abzubringen, sein Militär gegen das eigene Volk einzusetzen. Noch während der Verhandlungen kam es zu neuen Überfällen durch die Armee.

Außenminister Davutoglu traf am Dienstag den syrischen Präsidenten Assad und versuchte ihn dazu zu bewegen, die blutige Niederschlagung der Aufstände zu beenden. Aktivisten zufolge sind bislang mindestens 1600 Zivilisten gestorben. Es handelt sich um einen der blutigsten Umstürze in der arabischen Welt.

Auf die Überbringung der angekündigten „ernsten Botschaft“ des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan an Syrien reagierte Präsident Assad ungehalten. Die Botschaft hatte die Forderung der Türkei enthalten, die militärische Unterdrückung der Proteste im Land einzustellen. Andernfalls würde Assad sein eigenes Regime gefährden und die türkische Freundschaft endgültig verlieren.

Das Treffen zwischen der türkischen Delegation unter dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu und der syrischen Delegation unter Präsident Assad dauerte drei Stunden. Danach hielt Assad ein separates Treffen ab, das weitere drei Stunden dauerte.

Die Reise des türkischen Außenministers nach Syrien folgte auf die öffentliche Aussage der Türkei, man verliere allmählich die Geduld mit Syrien. Die „ernste Botschaft“ sollte eine Art letzte Mahnung sein. Noch während das Treffen andauerte, rückte das syrische Militär jedoch in eine Stadt nahe der türkischen Grenze ein. Mindestens fünf Zivilisten wurden dort erneut getötet. Trotz internationaler Verurteilung und selbst einer Welle der Kritik aus arabischen Ländern, habe es auch eine weitere Offensive gegen die östliche Stadt Deir al-Zour gegeben, wird gemeldet.

Die wachsenden Kritikäußerungen der Türkei an der Gewalt in Syrien hatten  bereits einen scharfen Dämpfer erhalten, als ein Berater von Präsident Assad verlauten ließ, Syrien werde keine Einmischung in seine Belange dulden. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte Davutoglu vor seiner Abreise gebeten noch einmal die Forderung der USA zu bekräftigen, dass Syrien die Armee zurück in ihre Baracken schicke und sofort alle Gefangenen befreie. Das alles blieb ohne Erfolg.

 

Mehr dazu hier und hier.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.