Saarland: Kramp-Karrenberg zittert sich zum Wahlerfolg

Annegret Kramp-Karrenbauer wurde es nicht einfach gemacht. Erst im zweiten Durchgang wurde sie am Mittwoch zur neuen Ministerpräsident des Saarlands gewählt. Der Widerstand gegen die CDU-Politikerin kam aus den eigenen Reihen.

Mit dieser Zitterpartie hatte wohl keiner der Anwesenden gerechnet. Eigentlich war die Wahl von Annegret Kramp-Karrenberg ausgemachte Sache. Doch nach dem ersten Wahlgang der Schock: 25 Stimmen entfielen auf die bisherige Sozialministerin Kramp-Karrenbauer, 25 konnte Heiko Maas – und damit eine aus der Koalition- einstreichen. Dazu gab es eine Enthaltung. Nur eine Stimme mehr, nämlich 26, hätte die junge CDU-Politikerin gebraucht, um sofort ins Amt zu kommen.

Entscheidung fällt im zweiten Wahlgang

Nachdem ihr zwei Abgeordnete die Treue verweigerten, wird die Sitzung für eine Stunde unterbrochen. Rein rechnerisch verfügt die Jamaika-Koalition über 27 Stimmen, die Opposition von SPD und Linken über 24. Erst im zweiten Anlauf erzielte sie die nötige Mehrheit. Falls kein Ergebnis zustande gekommen wäre, hätte der Landtag im schlimmsten Fall aufgelöst und Neuwahlen anberaumt werden müssen.

Die 49-jährige Kramp-Karrenberg tritt nun die Nachfolge von Ministerpräsident Peter Müller, der zwölf Jahre an der Spitze des kleinen Saarlands stand, an. Das Geschehen erinnert nicht wenige an die Ereignisse des Jahres 2005. Damals gab es ein ähnliches Abstimmungsdrama um Heide Simonis in Schleswig-Holstein. Sie stand für einen fünften Wahlgang nicht mehr zur Verfügung.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.