Mario Götze zaubert gegen Brasilien: Den Rummel versteht er nicht

In vielen Medien wird er nun noch "Götzinho" genannt. Woher der Spitzname kommt, das weiß Fußball-Nationalspieler Mario Götze nicht, will er auch gar nicht. Seit dem Spiel gegen Brasilien am Mittwochabend ist er in aller Munde. Doch trotz der Euphorie um ihn herum bleibt er bescheiden.

Titelseiten, Twitter-Trends, Top-Themen – der 19-Jährige Nachwuchsspieler ist aus der aktuellen Medienlandschaft nicht mehr weg zu denken. Sein Startelf-Debüt in der Fußball-Nationalmannschaft meisterte er am Mittwochabend mit Bravour.

„Es ist immer etwas ganz besonderes, bei der Nationalmannschaft zu sein“, gibt sich der junge Mann in der Pressekonferenz nach dem großen Spiel sichtlich zurückhaltend. Dass er gleich auf einen Startplatz gekommen sei, freue ihn außerordentlich. „Ich wusste das schon seit ein paar Tagen, und ich wollte die Chance unbedingt nutzen.“ Und diese hätte er nicht besser umsetzen können. Nicht wenige attestieren ihm „mehr spielerische Glanzlichter als die komplette brasilianische Nationalmannschaft zusammen“ gesetzt zu haben.

Götze bleibt bescheiden – das meiste liegt noch vor ihm

Kein Wunder, dass landauf, landab die „Götzinho“-Rufe nur so schallen. Doch dieser, so stellt der gebürtige Dortmunder klar, existiere eigentlich gar nicht. Er wisse noch nicht einmal, woher der komme. Sowohl im Verein als auch bei der Nationalmannschaft werde er bei meinem Vornamen gerufen. „Ich weiß nicht, von wem das aufgegriffen wurde.“ So viel Bescheidenheit tut gut. Gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger und André Schürrle verhalf er der DFB-Elf im runderneuerten Stuttgarter Stadion zwar zu einem fulminanten 3:2. Doch dass der jüngste Akteur im deutschen Team schon jetzt einen Stammplatz bekommen sollte oder gar mit „Spiel-Regisseur“ betitelt wird, scheint wohl doch etwas zu hoch gegriffen. Er selbst habe jeden Moment genossen, gibt er unverholen zu. Stellt aber gleichzeitig heraus: „Die Mannschaft hat gut gespielt und mir auch sehr geholfen. Es lief reibungslos, ich freue mich einfach.“ Ihm sei durchaus klar, dass er erst ein Jahr hinter sich habe und das meiste noch vor ihm liege.

Beifall für Mario Götze von Jogi Löw und Giovane Elber

Das Lob von Bundestrainer Jogi Löw und Fußballlegende Giovane Elber kann da nur Ansporn sein: „Götze hat eine außergewöhnliche Technik und eine außergewöhnliche Orientierungsfähigkeit. Da sind Dinge, die er genial macht“, so der Coach. Und auch Elber sieht das so: „Was Mario Götze gegen Brasilien und zuvor in der Bundesliga gegen den Hamburger SV gezeigt hat, war schon allererste Sahne. Einen wie ihn gibt es nicht oft. Eigentlich haben solche Spieler früher bei Brasilien gespielt.“

Hier sein 2:0 gegen Brasilien. Der Kommentar hat dazu nur eines zu sagen: „So geht Fußball“.

http://www.youtube.com/watch?v=F0A2yY9_de4

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