Geiselnahme in Tallinn beendet: Täter nimmt sich selbst das Leben

Die Geiselnahme im Verteidigungsministerium der baltischen Republik Estland ist soeben tödlich zu Ende gegangen. Der russisch sprechende Mann, der sich zwei Geiseln genommen hatte, nahm sich selbst das Leben.

Abgesehen von dem toten Täter soll es nach bisherigem Kenntnisstand keine weiteren Opfer gegeben haben. Die zwei von ihm im Verteidigungsministerium genommenen Geiseln kamen in der Zwischenzeit unverletzt frei, so berichtete ein Polizeisprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax. Sie sind von einer Spezialeinheit befreit worden. Näheres über den Tod des Täters sowie über die Befreiung der Geiseln ist bisher nicht bekannt.

Der Geiselnehmer soll bewaffnet gewesen sein und sich im Ministerium Stockwerk für Stockwerk nach oben bewegt haben. Neben einer Explosion wollen Augenzeugen insgesamt drei Schüsse gehört haben. Zwei Personen sollen aus einem Fenster des Gebäudes gesprungen sein, nachdem das Feuer eröffnet wurde.

Verteidigungsminister Mart Laar war nicht im Haus

Um 15.10 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Diese hatte darauf hin das Gebäude evakuiert, eine Sicherheitszone errichtet und umstellt. Auch Sprengstoffexperten waren vor Ort, um das Ministerium mit Hilfe eines Roboters nach Bomben zu durchsuchen.

Mittlerweile gibt es Spekulationen, wonach es sich bei dem Geiselnehmer um ein früheres Mitglied der estnischen Streitkräfte gehandelt haben soll. Das berichtet zumindest die Agentur Delfi unter Berufung auf einen Ministeriumsbeamten. Verteidigungsminister Mart Laar war während des Zwischenfalls nicht im Haus.

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