Facebook: Unterstützung für türkische Ladenbesitzer in London

Kurz nachdem sich türkische und kurdische Ladenbesitzer im Londoner Stadtteil Dalston am vergangenen Montag gegen die Randalierer gestellt und diese in die Flucht geschlagen haben, erhalten sie weitere Unterstützung aus der Nachbarschaft. Via Facebook haben sie sich organisiert, um so ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.

Tausende Menschen in der direkten Nachbarschaft von Dalston haben sich mittlerweile in die Facebook-Kampagne mit dem Titel “Thank Turk It’s Saturday” eingeklickt. Damit wollen sie nicht nur ihren Respekt für das Verhalten der türkischen und kurdischen Ladenbesitzer zum Ausdruck bringen, sondern diese auch nachhaltig unterstützten.

Gut 5500 User unterstützen die Facebook-Kampagne bereits

So ist geplant, bei ihnen essen und trinken zu gehen und auch in ihren sonstigen Läden einzukaufen. „Diesen Samstag wollen wir den türkischen und kurdischen Inhabern innerhalb und um Dalston herum unter die Arme greifen. Alles, was man dazu tun muss, ist eine Zeitung am Kiosk an der Ecke zu kaufen, in ein lokales Café gehen, sich die Haare in einem türkischen Barber Shop machen lassen, in einem ihrer Lokale essen und etwa einen Kebap an einem ihrer Imbisse mitnehmen und dann etwas in einer türkischen Bar trinken. Komm‘ schon Dalston, es ist Zeit etwas zurück zu geben!“, so die Aufforderung.

Mittlerweile sind diesem Aufruf schon nahezu 5500 Menschen gefolgt. Und es werden sicher noch mehr.

Seit dem Widerstand der Ladenbesitzer ist es ruhig in Dalston

„Montagnacht als die Polizei förmlich überrant wurde, hatte sich eine Gruppe türkischer und kurdischer Geschäftsleute aus Dalston zusammengeschlossen und die widerlichen kleinen Randalierer vertrieben. Sie beschützten ihre Geschäfte, unsere Straßen, unsere Wohnungen und am meisten unsere Gemeinschaft. Seitdem ist es in der Kingsland High St. ziemlich ruhig“, schreibt der Organisator des Events, Nick Horne, auf die Facebookseite, mit Hilfe derer er die Nachbarschaft von Dalston, deren Freunde und Familien dazu einlädt, an der Aktion teilzunehmen.

Die Aktion von Dalston, die sich Montagnacht zugetragen hat, fand weite Verbreitung in den Medien. Die Unruhen begannen damit, dass sich gut 50 Jugendliche aus dem Osten dem Stadtteil näherten, einen Bus anzündeten und Fenster einer Restaurantkette, einer Bank und eines Elektronikladens einwarfen. Daraufhin kamen Dutzende Männer auf die Straße, um sie am Weitermachen zu hindern. Über den ganzen Abend schlugen sie die zahlenmäßig stark überlegenen Störenfriede in insgesamt drei Wellen zurück, um so ihre Geschäfte vor Schäden zu bewahren. Frauen und Kinder fanden derweil in nahegelegenen Cafés Zuflucht. Von dort aus konnten sie die Zusammenstöße aus sicherer Distanz mitverfolgen.

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