Gebeuteltes Somalia: Jetzt grassiert die Cholera

Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilt, wird die Lage im krisengebeutelten Somalia derzeit noch von einer Cholera-Epidemie verschärft. Verschmutztes Wasser und unzureichende sanitäre Anlagen lassen die Anzahl der Erkrankungen drastisch in die Höhe schnellen.

Offiziellen Angaben zu Folge wurden seit Jahresbeginn 4,272 Somalis wegen wässrigen Durchfalls, eines der Hauptanzeichen für die gefährliche Cholera-Infektion, behandelt – und das allein in der Hauptstadt Mogadischu. Seit der vergangenen Woche ist die Zahl der Erkrankten um satte elf Prozent gestiegen. Im letzten WHO-Bericht waren es noch 3,839 Patienten. Insgesamt ist die Anzahl der Fälle damit zwei bis drei Mal so groß wie noch im vergangenen Jahr.

Gerade für Kinder besteht bei Cholera Lebensgefahr

Wie Michel Yao, Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO), mitteilt, könne man in diesem Fall durchaus von einer Cholera-Epidemie sprechen. Vor allem Kinder unter fünf Jahren seien betroffen, die durch den Wasserverlust, der durch Durchfall und Erbrechen entsteht, in Lebensgefahr geraten. Bisher kamen 181 Menschen in Folge der Erkrankung ums Leben.

Doch nicht nur die Hauptstadt ist betroffen. Bereits in den vergangenen Monaten wurden der Organisation Fälle aus verschiedenen Regionen des Landes gemeldet. Durch die immensen Flüchtlingsströme verschärft sich zudem die Ansteckungsgefahr. Insgesamt sind derzeit rund 470.000 Flüchtlinge in Mogadischu gestrandet. Im benachbarten Kenia halten sich 440.000 Somalis auf.

Fast 13 Millionen Somalis sind vom Hunger bedroht

Die Vereinigten Staaten schätzen, dass Dürre und Hunger mittlerweile rund 29.000 Kindern unter fünf Jahren das Leben gekostet hat. Fast 13 Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht. Die Unterernährung forderte bereits Zehntausende Tote.

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