Krawalle in London: Elfjährige Redelsführerin verhört

Ein Elfjähriges Mädchen wurde in Großbritannien von der Polizei gescholten, nachdem sie an einem Facebook-Event beteiligt war, das die Leute zum Randalieren aufforderte.

Polizeibeamte aus Davon und Cornwall statteten dem kleinen Mädchen zu Hause einen Besuch ab, um mit ihr über ihre Aktivitäten auf Facebook zu sprechen, im Zuge derer sie Leute aus Plymouth dazu aufforderte, wie in anderen Teilen Großbritanniens auch, auf die Straße zu gehen.

Über 400 Einladungen an Facebook-Freunde versandt

Ein Sprecher der Sicherheitseinheiten eklärte, dass dem Mädchen „Ratschläge über das Verhalten in Sozialen Netzwerken mitgegeben wurden“. Er erklärte, dass die Polizei nach wie vor solche Social Media Seiten überwache und einschreite, sobald eine potentielle Gefahr erkennbar sei. Ein 20-jähriger Mann aus Torquay, drei Männer in den Zwanzigern aus Newquay und das elfjährige Mädchen in Plymouth hätten nun genau aus diesem Grund Besuch von der Polizei erhalten und wären über die Gefahren Sozialer Netzwerke aufgeklärt worden. „Keiner ihrer Einträge hätte zu irgendeiner Störung geführt“, so der Beamte weiter.

Dennoch sahen die Beamten offenbar Gefahr im Verzug. Die Seite „Plymouth Riot Save Are England from the Goverment“ war als Facebook-Event eingetragen, zu dem bereits mehr als 400 Menschen eingeladen waren. Stattfinden sollte das Ganze am vergangenen Dienstag im Stadtzentrum. Nachdem aber die Polizei aus Devon und Cornwall nebst einer Handvoll Leute ihr Kommen angekündigt hatten, fiel das Vorhaben letzten Endes ins Wasser.

Aufklärungsgespräche rauben der Polizei wichtige Ressourcen

Der Initiator des Events, das mittlerweile von Facebook entfernt wurde, war ein Mann, der als Keith Hawkins auftrat. Noch während sein Vorhaben online einzusehen war, wurde er von nicht wenigen Usern scharf dafür angegriffen. Dass in diese Aktion nun auch ein elfjähriges Mädchen verwickelt war, erfüllte den konservativen Abgeordnete Oliver Colvile mit größter Sorge. Solche Aktionen bezeichnete er als „erschreckend“. Er habe keinen Zweifel daran, dass auch ihre Eltern so denken. „Eltern müssen die Verantwortung für das Handeln ihrer Kinder übernehmen und ich würde sicherstellen, dass sowohl sie als auch das Mädchen wissen, welche Folgen das hat.“ Doch nicht nur das ärgert den Politiker. Solche Besuche würden die Polizei von ihren wirklich wichtigen Tätigkeiten abhalten und den Steuerzahlern zudem eine Menge Geld kosten.

Die Elfjährige ist nicht das erste Kind, das die Beamten aufsuchten. Zuvor mussten diese sich bereits mit einem 16-jährigen Jungen befassen, weil er versuchte in seiner Heimatstadt Exeter Unruhe zu stiften.

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