US-Wahlkampf: Konservativer Christ tritt gegen Obama an

Der texanische Gouverneur Rick Perry hat sich nun in das Rennen um das Amt des US-Präsidenten eingeschaltet. Das erklärte der Republikaner bei einer Veranstaltung in South Carolina. Perry gilt nicht nur als konservativer Christ, sondern auch als scharfer Kritiker der derzeitigen Regierung.

In seiner Rede am vergangenen Samstag beschuldigte er US-Präsident Barack Obama Amerika „herabzustufen“. Es sei an der Zeit, dass das Land wieder an Fahrt aufnehme, so Perry vor gut 700 Konservativen in einem Hotel in Charleston. Um das zu erreichen sei ein erster Schritt, den derzeitigen Leuten im Weißen Haus einen „Blauen Brief“ zu schicken. „Amerika ist nicht kaputt, es ist Washington D.C.“, so der 61-Jährige, der seit  2000 Gouverneur von Texas ist und über dessen Kandidatur bereits seit Monaten spekuliert wurde.

Regierung zieht US-Bürgern das „Geld aus der Tasche“

Vor allem die Wirtschaftspolitik Obamas, den er nicht einmal während seiner Ausführungen beim Namen nennt, ist ihm ein Dorn im Auge: „Ich werde mich nicht zurücklehnen und den Weg, den Amerika eingeschlagen hat, einfach hinnehmen.“ Die derzeitige Regierung ziehe den US-Bürgern das „Geld aus der Tasche“, hohe Arbeitslosigkeit und die Staatsverschuldung täten ihr Übriges. Die Regierung sei für ein „ökonomisches Desaster“ verantwortlich. Von Erholung keine Spur. Zudem hätte der Präsident mit seiner Außenpolitik die „USA beschämt und geschwächt“.

Die Chancen für Perry tatsächlich nominiert zu werden stehen indess nicht schlecht. Unter den Bewerbern um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner liegt der  Ex-Air-Force-Pilot in den aktuellen Umfragen aktuell an zweiter Stelle hinter dem Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney. Und landesweit? Hier hat Obama die Nase vorn. 51 Prozent der Amerikaner würden ihn derzeit wiederwählen, fände die Präsidentschaftswahl bereits jetzt statt. 46 Prozent würden jedoch für Perry stimmen, wenn er als GOP-Kandidat aufträte.

Beten für den Aufschwung Amerikas

Während seines gut 15 Minuten dauernden Auftritts am Samstag präsentierte er sich als gottesfürchtiger Familienmensch, der „von ganzem Herzen Texaner, doch vor allem ein stolzer Amerikaner“ sei. Bereits am vergangenen Wochenende sorgte Perry für Aufsehen als er alle Christen zu einem Massengebet ins Stadion eindlud, um die Probleme der Nation zu lösen.  „Menschen jedweden Alters, Rasse, Hintergrund und christlicher Herkunft“, so Perry, sollten beten und fasten, damit Amerikas Probleme Schulden, Arbeitslosigkeit, Terrorismus und Naturkatastrophen endlich gelöst werden könnten.

Hier seine Bekanntgabe der Kandidatur:

Mehr hier.

Lesen Sie dazu außerdem:

Rückschlag für Obama: US-Gesundheitsreform teilweise verfassungswidrig

Gottesstaat Texas: Gouverneur Perry lädt zum Massengebet ins Stadion

Texas: Das Ende der Trennung von Staat und Religion

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.