GZSZ: Warum Verena wirklich sterben musste

Die Szenen, die Ende vergangener Woche über den Bildschirm flatterten, waren furchtbar. Verena Koch, eine der beliebtesten Protagonistinnen der RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" wird von Philip Höfer überfahren. Musste der Abschied so grausam sein? Ja, meint Rainer Wemcken, Geschäftsführer der GZSZ-Produktionsfirma Grundy UFA.

Es ist stockdunkel: Verena, gerade auf dem Weg zu einer Schuhmesse, hat ein Autopanne. Sie läuft los, will die Gefahrenstelle sichern. Doch zu spät. Ausgerechnet mit dem Wagen ihres Ehemanns Leon rast der junge Philip in sie hinein. Sämtliche Wiederbelebungsversuche laufen ins Leere. Im Krankenhaus stirbt die junge Frau. Für Schauspieleri Susan Sideropoulos der Schlussakkord nach zehn Jahren GZSZ. Ihr Serientod hat den Fans jegliche Hoffnung genommen, dass die beliebte 30-Jährige jemals wieder in das Ensemble zurückkehrt.

Verenas Fans können sich gebührend verabschieden

Hätte dieses Drama wirklich sein müssen? Wäre es nicht ausreichend gewesen, wenn Verena einfach ausgewandert wäre, wie schon vor ihr einige Kollegen? So hätte sie wenigstens die Möglichkeit gehabt, ihre Entscheidung später zu revidieren. Nein, sagt Rainer Wemcken, der Geschäftsführer der GZSZ-Produktionsfirma Grundy UFA. Für ihn ist die jetzige Drehbuchversion konsequent und zugleich die bestmögliche Lösung: „Susan war als Verena Koch sehr beliebt und erfolgreich. Ihre große Fangemeinde verdient einen ehrlichen Schnitt.“ Zwar habe man in der Tat schon erfolgreich den Ausstieg eines Schauspielers in Form einer Auswanderung inszeniert. Doch bei Verena Koch sei man sich rundum einig gewesen: „Sie hat einen großen und emotionalen Ausstieg verdient. Ihre Fans bekommen dadurch die Möglichkeit, sie gebührend zu verabschieden.“

Liebe, Spaß, Tod – all diese Komponenten, so der Experte gehörten in eine gute Daily-Soap, die den Zuschauer gut unterhalten wolle. Immerhin, Verenas letzte Szene haben in der letzten Woche gut 3,5 Millionen Zuschauer mit verfolgt.

Philip Höfer wird wieder ein Stück erwachsener werden

Und wie geht es jetzt mit Jörn Schlönvoigt alias Philip Höfer weiter? Droht schon bald der nächste Ausstieg, weil seine Serienfigur nicht mit der schweren Schuld zurecht kommt? „Ich finde die Geschichte unglaublich gut“, erklärt der 25-jährige Schauspieler nach der Ausstrahlung. Es höre sich vielleicht makaber an, aber es sei ein ganz großes und heftiges Ereignis. Hier mitwirken zu dürfen sei für ihn sogar eine Ehre gewesen. „Die Geschichte ist für Philip besonders extrem, weil er nicht nur seinen Vater verloren hat und die Freundin seines Vaters. Er hat ja auch noch Franzi verloren. (…) und jetzt fährt er auch noch eine Freundin um.“ Für Philip bedeute das auf jeden Fall wieder ganz ganz viel Selbstvorwürfe. Jetzt auch noch eine Freundin in den Tod zu schicken, sei bei seiner Vergangenheit und jetzt für ihn als Arzt, besonders hart. Doch gleichzeitig bedeute es auch, dass er wieder ein Stück erwachsener werde.

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