Attraktiver Markt: Kommunikationssektor wächst in der Türkei am schnellsten

Der türkische Mobil-Kommunikationssektor wird für heimische und ausländische Investoren immer attraktiver. Informationstechnologie ist in der Türkei absolut auf dem Vormarsch und wird sich bis zum Ende 2011 zur am schnellsten wachsende Branche des Landes entwickelt haben.

Zu einem der wichtigsten Indikatoren für diese Prognose gehört die Entwicklung der Nutzerzahlen. Entscheidend ist hier die Entwicklung der Handybesitzer, daneben die Anzahl der Computerbesitzer und auch die Zahl derjenigen, die Zugang zum Internet bzw. Breitbandinternet haben. In den letzten Jahren sind diese Werte enorm gestiegen und schuf Millionen von Arbeitsplätzen.

Türkische Kommunikationsunternehmen wachsen rasant

Der größte Mobilfunk-Netzbetreiber der Türkei, Turkcell, konnte seine Gewinne, auf Grund des wachsenden mobilen Internetmarktes, allein im vergangenen Jahr um vier Prozent steigern. Am stärksten profitierte jedoch der Mobilfunknetzanbieter Avea  von den aktuellen Entwicklungen. Seit 2009 wurde hier eine Steigerung um satte 508 Prozent verzeichnet. Ähnlich erging es Vodafone, ehemals Telsim. Das Unternehmen erreichte ebenfalls ein Wachstum von zwölf Prozent.

Laut der Deloitte-Bericht gibt es 61,8 Millionen Handynutzer in der Türkei. Das entspricht einer Nutzungsrate von 85 Prozent. In Anbetracht der Tatsache, dass der EU-Durchschnitt derzeit bei 126 Prozent liegt, gibt es noch Raum für Entwicklung. Besondere Aufmerksamkeit der Investoren erregt, so das Beratungsunternehmen Deloitte, derzeit die türkische IT-Branche. Bis zum Jahresende erwarten die Experten auch hier ein Wachstum um gut 15 Prozent, was sie insgesamt zum am schnellsten wachsenden Sektor in der Türkei werden lässt. „2011 wird das Reifejahr für die türkische IT-Branche“, so die Experten von Deloitte. Zwar habe sich die Geschwindigkeit der Entwicklung im Mobilfunk-Markt im Jahr 2010 verlangsamt, aber die Qualität von Sprach-und Datenübertragung über das Mobilfunknetz habe enorm zugenommen.

Bis 2017 legt Türkei das größte Wachstum der OECD-Staaten hin

Doch auch gesamtwirtschaftlich betrachtet gibt es allen Grund für Optimismus. So heißt es im Deloitte-Bericht: „Deutlich freundlicher als im Euro-Raum und Großbritannien zeigt sich die Entwicklung in der Türkei, der ‚Brücke‘ zwischen Europa und (Vorder-)Asien. Obwohl auch hier die Finanzkrise ihre Spuren hinterlassen hat, konnte sich das Land vergleichsweise schnell erholen. Die Wachstumsaussichten für das Gesamtjahr 2011 sind gut, Produktion, Binnenkonjunktur und Arbeitsmarkt zeigen sich stabil. Expertenschätzungen zufolge wird die Türkei bis 2017 das größte Wachstum unter den OECD-Staaten aufweisen. Probleme machen indes das hohe Leistungsbilanzdefizit und die Inflation.“

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