Hasst uns auf Facebook! Bizarre Medienkampagne der somalischen Milizen

Es sind schreckliche Bilder, die jeden Tag aus dem von Hunger und Dürre gebeutelten Somalia in die Welt gelangen. Mitschuld, dass die Hilfe nicht dort ankommt, wo sie hin soll, haben somalische Milizen. Diese verbreiten ihre Propanda via Facebook und SMS.

Die Anhänger des Al Qaida-Ablegers al-Schabab sind unerbittlich. Die Organisation kontrolliert weite Teile des zentralen und südlichen Somalias. Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen (UN) haben hier keine Chance. Ins Land gelassen werden sie nicht. Einzig Ärzte ohne Grenzen werden in einigen Gebieten gedultet. Derweil sterben die Menschen zu Tausenden.

Propaganda wird hauptsächlich auf Englisch verbreitet

Al-Schabab will das allerdings nicht wahrhaben. In ihren Augen gibt es schlicht keine Hungersnot. 3,2 Millionen, die dringend Hilfe benötigen – für das Terrornetzwerk nicht vorhanden. Viel lieber verfassen sie SMS-Botschaften in mehr als dürftigem Englisch. „willkommen im islam o ungläubiger. Ich bin abu mansur al’amrica aus amerika. ich bin alshabab mitglied in somalia…“, lautet eine davon. Der ehemalige Sprecher der Militärmission der Afrikanischen Union in Somalia (Amisom), Barigye Ba-Hoku, hat Nachrichten dieser Art zu Hunderten erhalten.

Bereits seit Jahr 2008 kooperiert Al-Schabab zudem mit al-Qaida. Von ihr lernen die somalischen Milizen wie Propaganda funktioniert. In schöner Regelmäßigkeit werden manipulative Botschaften, hauptsächlich auf Englisch, per Video, aber vor allem Audio unters Volk gebracht. Fernsehen, Radio, Print – nichts scheint mehr sicher. Auch Facebook gehört jetzt dazu. Das Verbot Inhalte zu verbreiten, die zur Gewalt aufrufen, werden geschickt umgangen. So war man eine Zeit lang über die „Al-Kataib Media Foundation“ aktiv. Die Präsenz wurde inzwischen aber entfernt. Doch die Inhalte verbreiten sich per copy&paste immer weiter.

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