Atomenergie: Türkei holt Russen ins Land

Die türkische Energiebehörde hat eine Verordnung für das erste Atomkraftwerk des Landes fertiggestellt. Der russische Lieferant Rosatom soll eine Firma in der Türkei gründen - und wird in Kürze eine Produktionslizenz beantragen.

Die türkische Energieregulierungsbehörde EMRA hat eine Verordnung für das erste Atomkraftwerk des Landes abgeschlossen. Ein russisches Unternehmen wird dieses in Akkuyu, in der südlichen Provinz Mersin bauen. Das staatlich organisierte russische Atomkraftunternehmen soll hierfür eine Niederlassung in der Türkei gründen. 1,44 Millionen türkische Lira stehen zur Verfügung, um den Bau der vier Einheiten mit der Leistungsfähigkeit von 1,2 Gigawatt in Akkuyu zu finanzieren. Die Gesamtkosten der Anlage werden sich auf ungefähr 20 Milliarden Dollar belaufen.

Die Verordnung soll den Bau des Atomkraftwerks erleichtern

Das Unternehmen muss in den nächsten Monaten der Regulierungsbehörde 147,2 Millionen Lira als Garantie zahlen. Hasan Köktas, Vorsitzender von EMRA dazu: „Wenn man bedenkt, wie dringend die Türkei die Atomkraft braucht und wie groß der Aufwand ist, haben wir eine Verordnung geschaffen, die das Vorgehen erleichtert.“ Statt wie bei Kohle oder natürlichem Gas, bei denen Firmen etwa 20 Prozent der Gesamtkosten tragen müssen, sind es hier nur etwa fünf Prozent. Köktas: „Wir haben außerdem beschlossen, dass das maximale Limit für die Gelder der Firmen bei ca. 157,2 Millionen Lira liegen soll.“

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