Küstenwache: Somalia bittet die Türkei um Hilfe

Eine Somali-Delegation, die letzten Freitag Ankara besuchte, hat die Türkei um Rettungsschiffe und Boote für ihre Küstenwache gebeten, um der Piraterie am Horn von Afrika Einhalt zu gebieten.

Zwei Such- und Rettungsschiffe und sechs Boote für die Küstenwache erbat sich die Delegation bei den Gesprächen mit dem Unterstaatssekretariat für die Rüstungsindustrie (Savunma Sanayii Müstesarligi, SSM) in Ankara. Die Kosten belaufen sich auf etwa 250 Millionen Euro.

Die Türkei zieht es in Betracht, Somalia mit Schiffen zu unterstützen. Sie will dabei helfen, die weit verbreitete Piraterie am Horn von Afrika einzudämmen. Doch die chronische Armut Somalias, gekoppelt mit der Hungersnot, wirft die Frage der Finanzierung auf. Aus Sicht der Somalis soll die Vergabe der Schiffe entweder als eine Spende oder als eine Art Tauschgeschäft ablaufen, indem man der Türkei künftig Zugang zu Somalias Fischfanggebieten gewährt, so ein Sprecher des SSM. Die Angelegenheit soll beim Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Somalia am Donnerstag und Freitag noch einmal zur Sprache kommen.

Bewaffnete somalische Piraten haben die Schifffahrtswege am Horn von Afrika zu einem der gefährlichsten Gewässer der Welt gemacht, indem sie Schiffe kaperten und deren Freigabe mit Millionen von Dollar erpressten. Internationale Seestreitkräfte, darunter auch eine Fregatte der Türkei, wurden in der Region eingesetzt, um Handelsschiffe zu verteidigen.

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