Unruhen in London: 16-jähriger Randalierer wird wegen Mordes angeklagt

Ein 16-Jähriger wurde wegen Mordes an einem Rentner im Zuge der Krawalle in London angeklagt.

Nach den Unruhen in London und anderen Städten Großbritanniens kommen nun neue Details zu den Grausamkeiten während der Aufstände ans Licht: Ein 16-Jähriger wurde am Dienstag wegen Mordes angeklagt, weil er einen Rentner angegriffen hatte. Auch seine 31-jährige Mutter wurde wegen Justizbehinderung verhaftet. Die Identität des Jungen unterliegt nach britischem Gesetz der Geheimhaltung. Ihm wird vorgeworfen, den 68-Jährigen Richard Manning Bowes ermordet zu haben. Dieser starb an den Kopfverletzungen, die er durch den Angriff am 8. August davon getragen hatte, so das Ergebnis der Obduktion. Er war bereits das fünfte Todesopfer der Krawalle.

Noch immer leiden Menschen an den Folgen der Krawalle

Während die Aufräumarbeiten andauern, besuchte Premierminister David Cameron ein Freizeitzentrum, das derzeit von 200 Menschen bewohnt wird, die durch Feuer während der Krawalle obdachlos wurden. Die Brände hatten sich vielerorts von den angezündeten Geschäften auf die darüber liegenden Wohnungen erstreckt.

Die Innenministerin Theresa May, die auch für die Polizei verantwortlich ist, teilte mit, die Polizei werde eventuell das Recht erhalten, Ausgangssperren zu verhängen: „Gemäß dem aktuellen Gesetz gibt es keine Möglichkeit eine generelle Ausgangssperre in einer bestimmten Gegend zu verhängen. Es gibt nur die eingeschränkte Möglichkeit, jemanden unter 16 Jahren mit einem Ausgehverbot zu versehen. Man sollte über eine Änderung der Gesetze nachdenken.“ Die Forderungen danach, die Polizei von den Kürzungen der öffentlichen Gelder auszunehmen, wies sie wiederum zurück.

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