Unruhen in London: Gestohlener Laptop dank Facebook aufgespürt

Während der britischen Regierung Soziale Netzwerke derzeit ein Dorn im Auge sind, hätten sie für den ehemaligen NASA und FBI-Mitarbeiter Greg Martin nicht hilfreicher sein können. Über Facebook macht er den Dieb seines Laptops dingefest.

Im Zuge der Unruhen in London wurden Greg Martin sein Macbook Pro Laptop sowie diverse andere Gegenstände aus seiner Wohnung in West Kensington entwendet. Glücklicherweise hatte er jedoch eine Art Peilsender auf seinem Gerät installiert und konnte so über die Seite des Sozialen Netzwerks die ID des 18-jährigen Diebes Soheil Khalilfar auslesen, der nun wegen Diebstahls vor Gericht muss.

Seit Martin den Diebstahl bemerkte, er war zum Zeitpunkt der Unruhen bei seiner Freundin untergekommen, wartete er auf das erste Signal, das ihm sein Computer senden würde. „Fast zwei ermüdende Tage vergingen, ich war gerade mitten in einem Geschäftsessen in Luxemburg, da bekam ich eine Email, die mich vor Aufregung fast vom Stuhl fallen ließ“, erzählt der Sicherheitsexperte.

Vollständige Daten auf dem Facebook-Profil einsehbar

Auf seinem Blog beschreibt Herr Martin dann, wie er die einzelnen Schritte des Einbrechers, die der im Internet vollzog überwachte und ihm schließlich über Facebook der entscheidende Zugriff gelang. „Nachdem ich ihn zwei Stunden dabei beobachtet hatte, wie er religiöse Offenbarungsvideos ansah, sich auf Autotrader nach einer Mercedes A-Klasse umschaute, ging er plötzlich auf Facebook.“

Jetzt konnte er alles sehen: Den Namen des Mannes, seine Schule, die Adresse in West-London und Informationen über seine Internetverbindung. Nachdem er diese Details an die Polizei weitergegeben hatte, stürmte diese die Wohnung des Jugendlichen und fanden dort natürlich auch den Laptop. Am kommenden Freitag muss Khalilfar vor Gericht erscheinen.

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