„Geld verdient man beim Einkauf, und nicht beim Verkauf“

Die Brüder Güney sind vor 12 Jahren in einem Berliner Keller gestartet. Heute beschäftigen sie mit ihrem Textil-Unternehmen BEYSUN über 1.000 Mitarbeiter und verkaufen jeden Monat rund 1,5 Millionen Kleidungsstücke.

1,5 Millionen Kleidungsstücke aus dem BEYSUN-Imperium landen jeden Monat auf den deutschen Ladentischen. Langsam sind aber die Kapazitätsgrenzen erreicht: „Wir zahlen für unsere Stoffe im Voraus, die Läden zahlen uns aber erst nach bis zu sechs Monaten. Gleichzeitig ist Garn in den letzten zwölf Monaten um 40 Prozent teurer geworden, unsere Kunden sind aber nicht bereit diese höheren Preise zu bezahlen“. Die insgesamt schwierige Lage in einer wettbewerbsintensiven Branche lässt Güney zögern, den nächsten Schritt zu tun. Er ist ein vorsichtiger Kaufmann, ein zu hohes Risiko will er nicht eingehen.

Güneys interessieren sich nicht für die Integrationsdebatte

Alle Mitarbeiter von BEYSUN in Deutschland sprechen fließend Deutsch und Türkisch. Bereits die eigenen Kinder von Vedat Güney verdienen sich ihr Taschengeld im familiären Unternehmen. Die Suche nach neuen Mitarbeitern in Deutschland gestaltet sich aber alles andere als einfach. „Die Preisvorstellungen der Jugendlichen in Deutschland sind extrem. 2.000 Euro Einstiegsgehalt sind nicht machbar“, beklagt sich Vedat Güney. Dennoch will er weiter in Deutschland bleiben. Die „Integrations-Debatte“ interessiert ihn wenig: „Ich habe keine Zeit, die Artikel zu diesem Thema zu lesen“, sagt Vedat Güney. Er braucht das auch nicht zu tun: Er ist praktisch so integriert, dass er sich die Theorie zum Thema sparen kann.

 

 

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