Türkische Kampfflugzeuge bombardieren PKK-Stützpunkte

Am Mittwoch haben türkische Kampfflugzeuge Stützpunkte der Terrororganisation PKK im Norden des Iraks angegriffen. Die Attacke ist eine Reaktion auf den Anschlag kurdischer Separatisten am gleichen Tag. Bei der Explosion von vier Minen waren zwölf Soldaten ums Leben gekommen.

Wie der türkische Generalstab am frühen Donnerstag mitteilte, wurden „gegen 60 Ziele der separatistischen Terrororganisation in den Bergen von Kandil in Hakkari, Avaşin-Basyan, Zap und Metina erfolgreiche Offensiven von türkischen Kampfflugzeugen durchgeführt“.

Konzentrierer Beschuss zum Schutz von Zivilisten

Daneben wurden vor dem Luftangriff 168 Ziele in Zap, Avaşin-Basyan und Hakkari von schwerer Artillerie beschossen. „Während der Durchführung der Militäroperation wurden nur die Standorte der Terrororganisation angegriffen. Es wurde strengstens darauf geachtet, dass keine Zivilisten zu Schaden kommen.“

„Ähnliche Attacken der Türkischen Streitkräfte innerhalb und außerhalb des Landes wird es solange geben bis der Nordirak wieder zu einem sicheren Gebiet wird und die Terrororganisation, die dieses Gebiet als Ausgangspunkt für Attacken auf die Türkei nutzt, eliminiert ist“, heißt es in der Erklärung weiter.

Medienberichten zu Folge starteten rund 15 Flugzeuge von einer türkischen Militärbasis in Diyarbakır aus in Richtung Nordirak. Bei den Maschinen soll es sich um so genannte F-16 Kampfjets gehandelt haben. Unter den angegriffenen Zielen sollen PKK-Unterschlüpfe sowie Flugabwehr-Stützpunkte gewesen sein.

Der Angriff erfolgte wenige Stunden, nachdem PKK-Mitglieder einen Militärkonvoi in Çukurca im Südosten der Türkei überfallen hatten, bei dem es erneut mehrere Tote gab.

Kampf gegen den Terror: USA stellt sich hinter die Türkei

Noch hat sich die PKK nicht zu dem Anschlag bekannt. Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan kündigte Vergeltung an. „Wir sind an einem Punkt, wo unsere Geduld erschöpft ist. Diejenigen, die sich nicht selbst vom Terrorismus distanzieren, werden den Preis dafür bezahlen müssen“, so Erdoğan weiter. Diese Linie vertritt auch Präsident Abdullah Gül. Bis zum Ende des Ramadans wolle die Türkei jedenfalls nicht mehr mit der Terrorbekämpfung warten.

Die USA hat derweil bereits ihre Unterstützung zugesagt.  US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland erklärte: „Wir unterstützen die Türkei in ihrem Kampf gegen den Terror. Die Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung wird fortgesetzt, um gegen alle Formen des Terrorismuses vorzugehen.“

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