Hardy Krüger jr.: „Die Nächte sind am schlimmsten“

Die Erinnerungen an den 10. Juli 2011 werden Hardy Krüger jr. und seine Frau Kathi wohl nie wieder los. Am Tag nach seiner Taufe verstarb ihr acht Monate alter Sohn Paul-Luca am plötzlichen Kindstod. Damit umzugehen ist fast unmöglich.

In Worte fassen kann der Schauspieler die Ereignisse bisher kaum, eine Erklärung dafür gibt es schon gar nicht. „Niemand kann sich vorstellen, was uns widerfahren ist. Niemand, der nicht selbst ein Kind verloren hat. Es ist ein Albtraum, der einfach nicht aufhören will.“

Der Forsthaus Falkenau-Star wirkte müde und abgekämpft. Schlafen, das sei fast nicht möglich. „Die Nächte sind am schlimmsten. Da kommen immer wieder diese Bilder, die einem nicht aus dem Kopf gehen. Die Bilder möchte ich nicht beschreiben. Das sind private Bilder, das tut so weh“, fasst er zusammen, was die gesamte Familie in einen tiefen Abgrund gestürzt hat. Stundenlang liegt der 43-Jährige wach, wartet nur darauf, dass er wieder aufstehen könne.

Familie und Freunde halten Hardy Krüger jr. am Leben

Ihm ist klar, irgendwie muss das Leben auch ohne Paul-Luca weitergehen. Langsam aber sicher versuchen er und seine Frau wieder zurück ins Leben zu finden. Erste Arbeitstermine hat er bereits wahrgenommen. Offensiv wollen sie auf die Leute zugehen. Keiner solle ihnen aus dem Weg gehen „aus Angst, irgend etwas Falsches zu sagen“ Denn genau das ist es, was die kleine Familie jetzt braucht. Freunde, Bekannte und Verwandte, die nicht wegsehen. Und auf die kann Hardy Krüger jr. zählen: „Ohne die wäre ich wahrscheinlich gar nicht mehr da. Bei so einem Schicksalsschlag merkst du, wie wichtig Freunde sind. Wie wichtig es ist, einfach zu reden. Dass man das nicht versucht, runterzuschlucken oder zu verschweigen. Es tut gut, darüber zu reden. Auch mit anderen.“

Mittlerweile haben der Schauspieler und seine Ehefrau auch Kontakt zu anderen Betroffenen aufgenommen, um über den Schicksalsschlag wenigstens einigermaßen hinweg zu kommen. Ob das jemals geschehen wird, steht auf einem anderen Blatt: „Er war so ein fröhliches glückliches Kerlchen. Er war so zufrieden. Er hat immer alle angelacht. Er war pumperlgesund. Das ist unbegreiflich.​ Ich will es nicht akzeptieren.“ Anscheinend habe der Himmel einen Engel gebraucht. Ein Trost sei es trotzdem nicht.

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